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Obduktion bestätigt gewaltsamen Tod von Siebenjährigem

In Bremen werden ein totes Kind und sein schwerverletzter Vater in einer Wohnung gefunden. Die Obduktion bringt Klarheit - und gegen den Vater wird ermittelt.

Tötungsdelikt
Der Vater soll die Tötung seines Kindes am Telefon angekündigt haben. Foto: David Inderlied/DPA
Der Vater soll die Tötung seines Kindes am Telefon angekündigt haben.
Foto: David Inderlied/DPA

Nach dem Tod eines siebenjährigen Jungen in einer Wohnung in Bremen ist die Leiche obduziert worden. »Die Obduktion bestätigt, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist«, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ein natürlicher Tod sei auszuschließen, genauere Angaben zur Todesursache machte er nicht. Der Vater stehe im dringenden Tatverdacht, zunächst den Jungen umgebracht und sich dann selbst Verletzungen zugefügt zu haben. Im Laufe des Tages soll entschieden werden, ob der 46-Jährige in Untersuchungshaft kommt.

Der Junge war nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Wochenende zu Besuch bei seinem Vater. Der 46-Jährige soll seine Schwester angerufen und die Tat am Telefon angekündigt haben. Zum Tatzeitpunkt seien der Mann und sein Sohn allein in der Wohnung gewesen.

Mordkommission ermittelt

Die Polizei fand den schwer verletzten Mann und das leblose Kind in der Nacht zum Sonntag in der Wohnung in der Altstadt. Der Junge starb trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen. Der verletzte Vater wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort am Sonntag operiert. Zum aktuellen Gesundheitszustand des Verdächtigen konnte der Sprecher der Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben machen.

Gegen den Mann wird wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Die Hintergründe des Verbrechens seien jetzt Gegenstand der Ermittlungen der Mordkommission. Zur Staatsangehörigkeit des 46-Jährigen machte der Sprecher der Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben, weil diese nichts mit der Tat zu tun habe.

© dpa-infocom, dpa:230918-99-235755/2