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Naturschützer protestieren gegen Schneekanonen

Schneekanonen verbrauchen viel Energie und Wasser. Dagegen hat eine Gruppe im Garmisch Classic Skigebiet protestiert. Doch wegen der kalten Temperaturen läuft die Aktion nicht wie geplant.

Klimaschutzaktion im Skigebiet
Laut Polizei wurde die Aktion der Naturschutzorganisation Mountain Wilderness nicht angemeldet. Foto: Angelika Warmuth
Laut Polizei wurde die Aktion der Naturschutzorganisation Mountain Wilderness nicht angemeldet.
Foto: Angelika Warmuth

Naturschützer haben in Garmisch-Partenkirchen gegen die Umweltbelastung durch Schneekanonen protestiert. An der Talstation der Hausbergbahn im Garmisch Classic Skigebiet machten die Mitglieder der Naturschutzorganisation Mountain Wilderness auf den Energie- und Wasserverbrauch durch Schneekanonen aufmerksam. »Energie verpulvern - ohne uns!« stand auf Plakaten und einem Transparent.

Ursprünglich wollten die Aktivisten ein großes Peace-Zeichen zusammen mit einem Slogan mit biologisch abbaubarer Farbe auf die Skipiste schreiben. Doch diese Aktion scheiterte daran, dass die Technik aufgrund der großen Kälte nicht richtig funktionierte. Letztlich konnte dann nur das Peace-Zeichen ohne die geplante Beschriftung »Save Energy« gesprüht werden. Die Düsen hätten bei minus 16 Grad keine Farbe abgegeben, sagte ein Sprecher der Organisation.

Die Polizei teilte mit, dass die Aktion der etwa zehn Personen nicht angemeldet gewesen sei. Deswegen sei die Versammlung aufgelöst worden. Gegen die Veranstalter gebe es nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige nach dem Versammlungsgesetz. Es drohe damit eine Geldbuße bis zu 3000 Euro, sagte ein Polizeisprecher.

© dpa-infocom, dpa:221218-99-946039/2