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Aktuell Ermittlungen

Mutmaßlicher Entführer von Würth-Sohn festgenommen

Knapp drei Jahre nach der Entführung eines Milliardärssohn könnte der mutmaßliche Kidnapper gefasst sein. Die Polizei nimmt in Offenbach einen Tatverdächtigen fest.

Der Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth war in Osthessen entführt worden, nach kurzer Zeit aber wieder freigekommen
Polizeifahrzeuge stehen vor dem »Hofgut Sassen« in Schlitz. Der Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth war in Osthessen entführt worden, nach kurzer Zeit aber wieder freigekommen. Würth lebt im »Hofgut Sassen« , einer Wohngemeinschaft für Behinderte (Archivbild). Foto: dpa
Polizeifahrzeuge stehen vor dem »Hofgut Sassen« in Schlitz. Der Sohn von Schrauben-Milliardär Reinhold Würth war in Osthessen entführt worden, nach kurzer Zeit aber wieder freigekommen. Würth lebt im »Hofgut Sassen« , einer Wohngemeinschaft für Behinderte (Archivbild).
Foto: dpa

Fulda/Offenbach. Spezialeinheiten der Polizei haben am Mittwoch in Offenbach einen Mann festgenommen, der den Sohn des Industriellen Reinhold Würth entführt haben soll. Der mutmaßliche Täter werde derzeit dem Haftrichter vorgeführt, sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda am Nachmittag. Weitere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung über die Festnahme berichtet.

Der Mann soll im Juni 2015 den Milliardärssohn in Schlitz im hessischen Vogelsbergkreis entführt haben. Einen Tag später wurde der damals 50-Jährige in einem Wald bei Würzburg an einen Baum gekettet gefunden. Er überstand die Entführung unversehrt.

Zu einer Lösegeldübergabe kam es nicht: Der Entführer hatte zwar schriftlich Lösegeld gefordert, das Opfer wurde jedoch vor einer Übergabe gefunden.

Ermittler waren nach Stimmanalysen davon ausgegangen, dass der Entführer aus dem Grenzgebiet zwischen Serbien und Montenegro stammte und im Rhein-Main-Gebiet Deutsch gelernt habe. Auch über die ZDF-Sendung »Aktenzeichen XY« wurde nach Hinweisen auf den Entführer gesucht. Nach der Sendung gingen rund 200 Hinweise bei der Polizei ein. (dpa)