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Impfaktion von Hausarzt lockt bis zu 2000 Leute an

Der Andrang war riesig, einige waren bereits am Vortag angereist: Mit einer »offenen« Impfaktion sorgte ein Hausarzt in Hessen für Chaos.

Massenimpfung gegen Corona
Insgesamt mehr als 1500 Menschen warten bei sommerlichen Temperaturen im Freien auf Einlass in eine Arztpraxis im hessischen Babenhausen. Foto: Boris Roessler/dpa
Insgesamt mehr als 1500 Menschen warten bei sommerlichen Temperaturen im Freien auf Einlass in eine Arztpraxis im hessischen Babenhausen. Foto: Boris Roessler/dpa

BABENHAUSEN. Mit einem »offenen Impftag« für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst.

Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8.00 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert.

Der Bürgermeister rief dazu auf, nicht mehr anzureisen, da es im Stadtgebiet bereits zu erheblichen Verkehrseinschränkungen komme und die vorgesehenen Parkplätze voll seien. Polizei und Ordnungsamt seien vor Ort, um die Verkehrssituation unter Kontrolle zu halten.

Nach den Worten Stadlers hatte der Hausarzt etwa eine Woche zuvor bekanntgegeben, dass er 1000 Impfdosen bestellt habe und diese am Samstag ohne vorherige Registrierung vergeben werde. Man habe von städtischer Seite von vornherein Bedenken zu den Plänen geäußert, weil die Befürchtung bestand, eine freie Vergabe der Impfungen könne zu einer schwierigen und »nicht steuerbaren« Lage führen, sagte Stadler. Die Stimmung unter den Wartenden sei aber friedlich und gelöst, alle hielten sich an die Abstandsregeln und die Maskenpflicht. Dennoch werde man im Falle einer Wiederholung der Aktion nachsteuern.

Nach zwei Stunden waren nach Angaben Stadlers bereits rund 300 Personen geimpft, pro Stunde erhielten etwa 90 Menschen ihre Corona-Schutzimpfungen, da ein größeres Team die Impfungen durchführe. Um den Zustrom zu lenken sei ein Parkplatz eigens mit einer Art Parcours ausgestattet worden, so der Bürgermeister. (dpa)