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Gewitter über Deutschland: Kleine Schäden in Reutlingen

Es blitzt und donnert. Nach dem heißen Wochenende gehen in Teilen Deutschlands heftige Unwetter nieder. Auch für den Frankfurter Flughafen hat das Folgen.

Unter Strom
Bei Laatzen in Niederachsen schlägt ein Blitz ein. Teils starke Gewitter sind von Westen her nach Deutschland gezogen. Foto: Julian Stratenschulte
Bei Laatzen in Niederachsen schlägt ein Blitz ein. Teils starke Gewitter sind von Westen her nach Deutschland gezogen. Foto: Julian Stratenschulte

OFFENBACH. Blitz, Donner, Hitze und viel Regen: Nach dem heißen Wochenende sind heftige Gewitter über Teile Deutschlands gezogen. Das beeinträchtigte am Montag auch den Betrieb am Frankfurter Flughafen.

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport gab es vorübergehend eine sogenannte Nullsteuerung. Das bedeutete, dass bereits in der Luft befindliche Maschinen zwar landen konnten oder umgeleitet wurden. An Flughäfen im europäischen Umfeld starteten während der Nullsteuerung aber keine Flugzeuge in Richtung Frankfurt. Die Arbeit auf dem Vorfeld wurde zeitweise eingestellt.

Bis zum Abend hatten sich die Abläufe am Flughafen einem Sprecher zufolge normalisiert. »Der Betrieb läuft reibungslos«, sagte er am frühen Abend. Annulliert worden seien insgesamt 69 Starts und 70 Landungen. Insgesamt waren für den Tag rund 1500 Flugbewegungen am Frankfurter Airport geplant.

Mehrere Brände in Brandenburgs Wäldern lösten am Montag größere Feuerwehreinsätze aus. Der größte Schaden entstand in einem Wald bei Hennickendorf/Berkenbrück. Innerhalb weniger Stunden verdoppelte sich dort die Schadensfläche auf rund 50 bis 60 Hektar, wie Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes.

Im Raum Pforzheim fielen nach einer Schätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) punktuell bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Nach Polizeiangaben musste zwischen Pforzheim-Dillweißenstein und Unterreichenbach kurzfristig auch eine Straße nach einem Hangrutsch gesperrt und gesäubert werden. In Pforzheim fiel ein Baum auf zwei Fahrzeuge. Verletzt wurde dabei niemand.

In Stuttgart, Reutlingen oder Aalen sowie in anderen Städten des Südwestens wurden durch den Sturm einzelne Bäume, Schilder und Bauzäune umgerissen.

In Nordrhein-Westfalen mussten Pendler auf dem Weg zur Arbeit wegen der Gewitter mit Zugausfällen und Verspätungen kämpfen. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr zeitweise auf etwa 300 Kilometern. Zwischen Ruhrgebiet und Rheinland lief der Bahnverkehr nach einem Blitzeinschlag in Mülheim mehrere Stunden nur stark eingeschränkt.

Die bundesweite Vorhersage: Nach einem teils gewittrigen Wochenstart beruhigt sich das Wetter am Dienstag wieder ein wenig. Neben einzelnen Wolken scheint bei Höchstwerten zwischen 26 und 33 Grad häufig auch die Sonne, wie der DWD mitteilte. Nur im äußersten Norden bleibe es demnach mit 18 bis 25 Grad kühler. Dort könnten sich auch dichtere Wolken vor die Sonne schieben. Schauer und Gewitter sind laut Vorhersage am Dienstag vor allem noch im östlichen Bergland und an den Alpen möglich.

Auch am Mittwoch soll es nur vereinzelt gewittern, betroffen sind der äußerste Westen und Nordwesten. Überall sonst gibt es wieder viel Sonnenschein bei noch mehr Hitze mit bis zu 35 Grad. Kühler bleibt es mit 25 bis 29 Grad nur im Westen und Nordwesten, wie es weiter hieß.

Nicht mehr ganz so heiß und wieder gewittriger wird es am Donnerstag, an dem im Nordosten aber immer noch bis zu 30 Grad drin sind. Im Südwesten können die Menschen bei 18 bis 23 Grad durchatmen. Dabei ist von der Mitte Deutschlands bis in die Nordosthälfte sowie an den Alpen aber Vorsicht geboten: Hier sind erneut teils kräftige Gewitter möglich. (dpa)