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Foto-Schutzmaske mit eigenem Gesicht - »Wir sind überrannt worden«

Gerade in diesen anstrengenden Zeiten tut ein Lächeln gut. Das dachte sich auch ein Unternehmer in Hamburg und druckt Mund-Nase-Masken mit dem echten Lächeln der Träger. Seine Idee kommt auch bei Hamburger Promis gut an.

Dominik Klos trägt und zeigt Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz in seiner kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude. Klos ist
Dominik Klos trägt und zeigt Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz in seiner kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude. Klos ist mitten in der Corona-Krise auf die Idee gekommen, das kaum noch vorhandene Geschäft mit lebensechten Fotomasken wieder anzukurbeln. Foto: Christian Charisius/dpa
Dominik Klos trägt und zeigt Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz in seiner kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude. Klos ist mitten in der Corona-Krise auf die Idee gekommen, das kaum noch vorhandene Geschäft mit lebensechten Fotomasken wieder anzukurbeln.
Foto: Christian Charisius/dpa

HAMBURG. Es gibt Mund-Nase-Masken in Krankenhaus-Grün oder in Blau, in vielen bunten Farben und mit den wildesten Mustern - und nun auch mit einem Foto des eigenen Lächelns. Eine kleine Textildruckerei aus Hamburg-Winterhude ist mitten in der Krise auf die Idee gekommen, das kaum noch vorhandene Geschäft mit lebensechten Fotomasken wieder anzukurbeln. Dabei sei die Mundpartie des eigenen Gesichts eigens so aufgedruckt, dass es so aussieht, als habe der Träger gar keine Maske auf, sagte Inhaber Dominik Klos der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Der 40-Jährige hat mit der Idee für die Fotomaske vor fast zwei Wochen seine Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen können. Denn die Idee kommt gut an. »Ich arbeite gerade die Nächte durch, wir sind überrannt worden«, so Klos. Und nun rennen ihm sogar bekannte Persönlichkeiten die Türen ein.

Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz liegen in einer kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude auf einem Tisch.
Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz liegen in einer kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude auf einem Tisch. Foto: Christian Charisius/dpa
Fotomasken als Mund-Nasen-Schutz liegen in einer kleinen Textildruckerei in Hamburg-Winterhude auf einem Tisch.
Foto: Christian Charisius/dpa

So hat sich Kiez-Größe Kalle Schwensen bereits zum zweiten Mal eine Maske abgeholt. »Wenn man sich schon maskieren muss, dann so«, sagte der 66-Jährige der dpa. »Ich bin ich. Ich brauche keine Blümchen. Das ist was für Jasmin Wagner. Ich bin Kalle Schwensen, und ich trage Kalle Schwensen. Das ist doch ganz klar.« Außerdem wolle er sich von den Millionen anderen Menschen mit Mundschutz unterscheiden. Nun warte er nur noch darauf, dass er von jemandem darauf angesprochen wird, dass er angeblich ja gar keinen Mundschutz trage, sagte Schwensen lachend.

Auch das Musiker-Duo Klaus & Klaus hat bei den Fotomasken zugegriffen. »Endlich zaubert man sich selbst und anderen wieder ein Lächeln ins Gesicht«, so Claas Vogt. Und Klaus Baumgart ergänzt: »Das ist gerade jetzt in dieser unglaublich schwierigen Zeit so wichtig.«

Dominik Klos hat bei der Fertigung der Masken für Promis wie für normale Kunden zwei Regeln: Zum einen dürfen nur neutrale Münder oder das eigene Gesicht als Vorlage genutzt werden. Und zum zweiten: »Wenn einer nur böse guckt, dann mach' ich das nicht. Denn die Idee ist ja, dass die Leute unsere Maske positiv nutzen. Es gibt gerade genug mürrische Leute auf der Straße.« (dpa)

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