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Duisburg: Erste Festnahmen nach spektakulärem Millionen-Coup

Lastwagenweise haben Diebe vor eineinhalb Wochen wertvolle Elektronik aus einem Logistik-Lager gestohlen. Nun meldet die Polizei einen ersten Fahndungserfolg. Dabei hat Kommissar Zufall geholfen.

Millionen-Coup in Duisburg
Teile des Diebesgutes aus einem Millionen-Diebstahl in Duisburg in einer Garage. Foto: Polizei Duisburg/DPA
Teile des Diebesgutes aus einem Millionen-Diebstahl in Duisburg in einer Garage.
Foto: Polizei Duisburg/DPA

Nach einem spektakulären Millionendiebstahl im Duisburger Hafen sind die Ermittler den mutmaßlichen Tätern durch einen Zufall auf die Schliche gekommen. Zwei Verdächtige seien nach einer Lkw-Routinekontrolle festgenommen worden, es habe anschließend mehrere Durchsuchungen gegeben, teilte die Polizei mit. Dabei sei zumindest ein Teil der Beute sichergestellt worden. Trotzdem gehen die Ermittlungen weiter. Angesichts der Menge an Beute müsse man davon ausgehen, dass noch mehr Personen an der Tat beteiligt gewesen seien, sagte ein Sprecher.

Bei dem Einbruch in eine Logistikfirma hatten die Täter vor eineinhalb Wochen lastwagenweise wertvolle Beute gemacht. 2000 LED-Fernseher sowie 16.000 elektrische Zahnbürsten waren verschwunden, außerdem ein 100 Kilogramm schwerer Tresor. Den Wert der Beute gab die Polizei mit etwa 1,4 Millionen Euro an.

Bei Routinekontrolle in die Fänge der Polizei geraten

Die beiden mutmaßlich in den Coup verwickelten Männer schnappte die Autobahnpolizei bereits am vergangenen Donnerstag bei einer Routinekontrolle auf der A3 am Niederrhein. Der 39-Jährige und der 41-Jährige hätten einen Teil der Beute in Richtung Niederlande transportieren wollen, als die Beamten ihren Lastwagen am Rastplatz Hünxe-Ost ohne besonderen Anlass kontrollierten. Geladen waren Zahnbürsten, doch mit den Lieferpapieren stimmte einiges nicht.

Letztlich habe sich herausgestellt, dass die geladenen Zahnbürsten ohne Zweifel aus dem Millionendiebstahl am Duisburger Hafen stammten. Die Männer wurden auf dem Rastplatz festgenommen. Aus dem Zufallsfund auf der Autobahn hätten sich dann weitere Hinweise auf Wohnungen und Lagerhallen ergeben. Dort seien die Fahnder bei Durchsuchungen auf einen weiteren Teil der Beute gestoßen und hätten Beweismittel sichergestellt.

Gegen die beiden 39 und 41 Jahre alten Männer habe ein Richter einen Haftbefehl wegen des Verdachts des Bandendiebstahls erlassen. Nun werteten die Fahnder intensiv das sichergestellte Beweismaterial aus. Genauere Angaben dazu, wie viel von der Beute noch fehlt und wo die durchsuchten Lagerhallen liegen, machte die Polizei nicht.

Mitteilung

© dpa-infocom, dpa:231128-99-106767/3