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Auto fährt in Menschengruppe in den USA - acht Tote

Ein Mann rast mit seinem Geländewagen in eine Gruppe wartender Menschen - acht von ihnen sterben. Nun rätseln die Ermittler: War es ein Unfall oder eine vorsätzliche Tat?

Tatort in Brownsville
Strafverfolgungsbehörden untersuchen den Ttaort, nachdem der Fahrer eines Range Rover in eine Gruppe von Migranten gefahren ist. Foto: Miguel Roberts
Strafverfolgungsbehörden untersuchen den Ttaort, nachdem der Fahrer eines Range Rover in eine Gruppe von Migranten gefahren ist.
Foto: Miguel Roberts

Nach der Fahrt eines Mannes in eine Menschengruppe in einer Grenzstadt im Süden der USA mit acht Toten ist der Hintergrund des Vorfalls weiter unklar. Der Fahrer sei unter anderem wegen Totschlags angeklagt worden, sagte ein Vertreter in Brownsville im US-Bundesstaat Texas am Montagmorgen (Ortszeit). Die Ermittler gehen davon aus, dass der 34-Jährige erst eine rote Ampel überfuhr und dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Dennoch wollte die Polizei nicht final ausschließen, dass der Fahrer sein Auto absichtlich in die Gruppe gesteuert habe. Die Ermittlungen dazu dauerten an, wie der Sprecher sagte.

Der Mann war am Sonntag mit einem Geländewagen in eine Menschengruppe gerast. Acht Menschen kamen ums Leben, etliche weitere wurden verletzt. Der Fahrer versuchte zu fliehen, konnte aber gestoppt werden, wie die Polizei mitteilte. US-Medien zufolge ereignete sich der tödliche Vorfall in der Nähe einer Unterkunft für Migranten. Diese hätten an einer Bushaltestelle gewartet. Die Polizei machte keine Angaben dazu, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und dem Ort des Geschehens gebe. Der festgenommene mutmaßliche Fahrer habe nicht mit der Polizei kooperiert, hieß es zunächst. Er habe etliche Vorstrafen, hieß es.

Bei einigen der Toten soll es sich um venezolanische Migranten gehandelt haben. Die venezolanische Regierung bedauere den Vorfall und forderte eine vollständige Aufklärung, sagte Venezuelas Außenminister, Yvan Gil. Der Polizeisprecher machte am Montag deutlich, dass die Behörden mit der Regierung in Venezuela und anderen Botschaften in Kontakt stünden. Genauere Angaben zur Herkunft der Opfer machte er nicht.

Brownsville liegt direkt an der Grenze zu Mexiko. US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas hatte die Stadt am Freitag besucht und Migranten vor einem illegalen Grenzübertritt gewarnt. Die Lage an der Südgrenze der USA zu Mexiko ist seit langem angespannt angesichts einer großen Zahl von Migranten aus Mittel- und Südamerika, die versuchen, in die Vereinigten Staaten zu gelangen.

© dpa-infocom, dpa:230508-99-604120/6