REUTLINGEN. Als wichtigen Schritt zur Konsolidierung der Waffenruhe hat UN-Generalsekretär António Guterres die Verabschiedung der neuen Gaza-Resolution durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bezeichnet. Der Zustimmung zum Papier war immenser Druck auf die Mitgliedstaaten durch US-Präsident Trump vorausgegangen, der seine Friedensmission unter allen Umständen von Erfolg gekrönt sehen will.
Der Rat einigte sich darin unter anderem auf die Einrichtung eines Friedensrats, der die Umsetzung des Plans überwachen und eine internationale Stabilisationstruppe (ISF) aufbauen soll. Soldaten dieser Truppe sollen vornehmlich aus arabischen und islamischen Ländern kommen und etwa den Auftrag erhalten, die Hamas zu entwaffnen. Doch schon im Vorfeld hatten die Staaten zu verstehen gegeben, dass sie die Hamas nicht mit Gewalt entwaffnen wollen. Eine Entwaffnung solle außerdem mit der Gründung eines palästinensischen Staates einhergehen.
Erste Reaktionen der Hamas und Israels geben einen weiteren Vorgeschmack, wie kompliziert die Durchsetzung der UN-Resolution tatsächlich werden könnte. Eine Entwaffnung lehnt die Hamas weiter ab, sie sieht in einer ersten Reaktion die Gefahr einer internationalen Vormundschaft und einem andauernden Souveränitätsverlust des Gazastreifens. Die israelische Regierung hingegen lehnt die Gründung eines palästinensischen Staates ab. Die Resolution ist ein wichtiger Schritt, doch die Fronten in der Region bleiben verhärtet. Allein Trumps Wille wird nicht reichen, um einen dauerhaften Frieden möglich zu machen.

