Deshalb wurde die Webseite auch bewusst in Reutlingen beworben. Der Ort sei »repräsentativ für die Region«, erklärt Matthias von Herrmann von den Stuttgarter Parkschützern. Gerade die Region sei es, betont Eberhard Frasch vom Reutlinger Aktionsbündnis gegen S21, die vom Bahnprojekt abgehängt werde: »Wir sehen keine Vorteile für die Region.«
Gemeinsam zum Ziel
Als Beispiel führt er an, dass die Verbindung zum Hauptbahnhof in Stuttgart nicht schneller sei, und die Anbindung über den Flughafen sei ebenfalls ausbaufähig. »Jeder Euro, der in Stuttgart verbaut wird, wird auf dem Land fehlen.«Über solche Kritikpunkte können sich die Gegner nun über weichensteller.de leichter austauschen. Auch die bestehenden Netzwerke infooffensive.de, ja-zum-ausstieg.de sowie aussteiga.de werden hier verknüpft. Und gemeinsam, hofft Christoph Houtmann von der Initiative »Vaihinger für Kopfbahnhof«, erreicht man das gemeinsame Ziel: »Wir gehen erst wieder heim, wenn die Dinge erledigt sind.« Die »Aufbruchstimmung«, die man hervorgebracht und die zum Regierungswechsel beigetragen habe, solle nun das umstrittene Bahnprojekt kippen.
Doch was, wenn das Volk für S21 stimmt? Dann wollen die Gegner dennoch nicht aufgeben. »Für uns ist wichtig, wie in Stuttgart abgestimmt wird«, so Houtmann. Auch nach dem Volksentscheid seien »die Befürworter weiterhin dafür und die Gegner dagegen«. Oder, wie es Carola Eckstein vom Bündnis »Ingenieure 22« plakativ formuliert: »Murks bleibt Murks.« (GEA)

