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Aktuell Drogeriekette

Schlecker: Opposition kritisiert Nils Schmid

STUTTGART. Die Opposition aus CDU und FDP hat Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) im Streit um Staatshilfen für die insolvente Drogeriekette Schlecker schädlichen Aktionismus vorgeworfen. Der CDU-Wirtschaftsexperte Reinhard Löffler sagte, Pleiten seien im Land nichts Ungewöhnliches.

Foto: dpa
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»Bei den Kleinen kommt der Gerichtsvollzieher, bei den Großen der SPD-Minister«, sagte Löffler am Mittwoch in einer aktuellen Debatte im Stuttgarter Landtag. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warf Schmid vor, viel zu früh mit einer Landesbürgschaft gewedelt zu haben. »Das ist reiner Populismus auf dem Rücken der Schlecker-Mitarbeiter.«

Löffler und Rülke kritisierten, der SPD-Politiker versuche nun, dem Bund im Tauziehen um Schlecker die Schuld in die Schuhe zu schieben. Das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium hatte einen Kredit für eine Auffanggesellschaft für 12 000 Mitarbeiterinnen abgelehnt, weil Schlecker kein Mittelständler sei. Nur weil Schmid sich mit der Landesbürgschaft vergaloppiert habe, rufe er jetzt in Richtung Berlin »haltet den Dieb«, sagte Rülke. Zunächst müsse ein schlüssiges Sanierungskonzept vorliegen, bevor Hilfen der öffentlichen Hand infrage kämen. (dpa)