REUTLINGEN. Die Partnerschaft für Demokratie Reutlingen organisiert die Demokratiekonferenz am Mittwoch, 19. November, von 17 bis 20 Uhr, im Kulturzentrum franz.K. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Möglichkeiten es zur Stärkung des demokratischen Miteinanders gibt. Ein Impulsvortrag, der Austausch und anschließende Arbeitsgruppen sind öffentlich.
Die Partnerschaft für Demokratie Reutlingen will in der Demokratiekonferenz gemeinsam mit den Besuchern den Fragen nachgehen: »Was gibt uns Halt in bewegten Zeiten? Wie können wir konkrete Handlungsspielräume für ein respektvolles Miteinander gestalten? Und wie können wir uns in die demokratische Gemeinschaft einbringen?« Im Mittelpunkt stehen Begegnung und Impulse, die Mut machen sollen, verschiedene Perspektiven zu sehen, sich eine eigene Meinung zu bilden und mitzugestalten. Denn Demokratie sei kein Zustand, sondern ein Prozess – lebendig, herausfordernd und auf aktives Mitwirken angewiesen. Die Konferenz wird um 17 Uhr durch Oberbürgermeister Thomas Keck eröffnet. Zur Einstimmung führt das Junge LTT einen Auszug aus dem Stück von Milan Gather »Von meiner Freiheit bis zu deiner Freiheit« auf. Der Blick auf die Welt erschüttert eine Gruppe junger Menschen. Sie reagieren mit einer Vision: Ein symbolisches Haus – gebaut auf Respekt, Solidarität, Wahrheit, Gleichberechtigung, Vielfalt und Freiheit.
Anschließend hält Gilda Sahebi einen Impulsvortrag mit dem Titel: »Verbinden statt spalten«. Unter demselben Titel hat die Publizistin und Journalistin im September ein Buch veröffentlicht. Sie thematisiert das jahrhundertealte Prinzip der Machtausübung »Teile und herrsche«. Es funktioniert nur, solange in einer Gesellschaft der Glaube herrscht, dass Menschen gegeneinander anstatt füreinander eintreten. Dabei sind Menschen größtenteils dazu bereit, solidarisch miteinander zu sein. Sie ruft daher dazu auf, die Strukturen zu betrachten und damit einen kritischen Blick auf die polarisierten gesellschaftlichen Debatten zu werfen.
Nach einem gemeinsamen Imbiss folgen vier moderierte Arbeitsgruppen. Diese bieten die Möglichkeit, sich mit der Autorin auszutauschen, mit anderen Engagierten aus Reutlingen in Kontakt zu kommen, das Thema aus psychologischer Sicht zu betrachten oder sich mit Fragen der politischen Teilhabe von Jugendlichen zu beschäftigen.
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich. Eine Anmeldung per E-Mail wird erbeten. Eine spontane Teilnahme ist möglich. Die Partnerschaft für Demokratie Reutlingen ist Teil des Bundesprogramms »Demokratie leben!« und wird durch das Bundesministerium für Bildung gefördert. (eg)
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