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Betzinger reiten auf Erfolgswelle

Das Demel-Team untermauert Tabellenplatz zwei. Heininger nach drei Minuten schwer verletzt. HSG Ermstal stimmt sofort Spielabbruch zu.

Ingo Sotirov lenkt das Betzinger Spiel. FOTO: BAUR
Ingo Sotirov lenkt das Betzinger Spiel. FOTO: BAUR
Ingo Sotirov lenkt das Betzinger Spiel. FOTO: BAUR

REUTLINGEN. Der TSV Betzingen eilt von Sieg zu Sieg und untermauerte seinen zweiten Tabellenplatz in der Handball-Landesliga. Beim 32:29 (16:12) gegen den Verfolger TSV Köngen ließ die Mannschaft von Trainer Jens Demel zur Freude der etwa 150 Betzinger Fans nichts anbrennen. Die Gäste dezimierten sich bereits in der dritten Minute mit einer Roten Karte. Ruckzuck machten die Hausherren aus einem 0:1-Rückstand die 5:1-Führung. Ingo Sotirov sortierte wieder den Betzinger Angriff, Luca Kriz war von der linken Außenposition sieben Mal erfolgreich und Tobias Lawitschka erwies sich einmal mehr als weitgehend sicherer Siebenmeterschütze. Beim Tabellenvierten aus Köngen ragte Florian Touet als bester Torschütze heraus (11/6).

»Wir werden weiterhin demütig bleiben«

Bei den Betzingern lief es phasenweise wie am Schnürchen und nach 20 Minuten lagen sie bereits mit sieben Toren vorn (13:6). Der hohe Vorsprung hielt bis in die Schlussphase hinein. »Wir haben eine gute Abwehr gestellt und die Angriffe sauber vorgetragen«, sagte Demel. Dass seine Mannschaft in den letzten Spielminuten »ein bisschen ins Schwimmen kam«, konnte er verschmerzen.

Mit nunmehr 18:8 Punkten bei noch fünf ausstehenden Spielen haben die Betzinger bereits für Furore gesorgt. Doch der TSV-Trainer winkt ab: »Unser erstes Saisonziel, nicht abzusteigen, haben wir erreicht. Wir werden weiterhin demütig bleiben«, betonte Demel.

Auf tragische Weise endete die Partie der HSG Ermstal beim TSV Heiningen schon in der dritten Minute. Bei den Gastgebern verletzte sich ein Spieler schwer, erlitt offenbar einen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Riss der Achillessehne. Die Heininger kamen deshalb sofort auf die HSG zu und baten darum, das Spiel unter diesen Umständen abzubrechen. Dem stimmten auch die Schiedsrichter zu. »Das Spiel wird wiederholt«, erklärte HSG-Abteilungsleiter Herbert Fritz. Am Samstag (20 Uhr) steht zunächst einmal das Derby gegen Betzingen an. (GEA)