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Aktuell Volleyball

TSV Eningen mit zwei Gesichtern

Die Regionalliga-Frauen der TSG Reutlingen verlassen nach dem 3:0-Triumph in Ditzingen die Abstiegsränge

Die Rettungsaktion von Matthias Anft (vorne) vom TSV Eningen wird von seinen Mitspielern Jakob Auer (links) und Ruben Schellham
Die Rettungsaktion von Matthias Anft (vorne) vom TSV Eningen wird von seinen Mitspielern Jakob Auer (links) und Ruben Schellhammer (rechts) beobachtet. FOTO: BAUR
Die Rettungsaktion von Matthias Anft (vorne) vom TSV Eningen wird von seinen Mitspielern Jakob Auer (links) und Ruben Schellhammer (rechts) beobachtet. FOTO: BAUR

REUTLINGEN. Mit einem Paukenschlag setzten die Regionalliga-Volleyballerinnen der TSG Reutlingen ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf. Durch das überzeugende 3:0 bei den TSF Ditzingen schoben sich die Achalmstädterinnen am Gegner vorbei auf den sicheren siebten Rang. Ohne Trainer Jan Grauel, der in Sachen Verband unterwegs war, aber bestens betreut von der ehemaligen Mitspielerin Maria Münch, startete die TSG gleich mit enormem Aufschlagdruck auf die gegnerische Annahme, sodass Ditzingen überhaupt nicht zur Entfaltung kam.

Ständig hielten Margenfeld & Co den Abstand bei vier bis fünf Punkten und besonders Vanessa Gieske auf Außen war nicht zu stoppen. Da auch die Mitte mit Senada Kanuric und Hannah Echelmeyer sowohl im Schnellangriff als auch im Block fast fehlerfrei agierte, stand am Ende ein 25:20, 25:20, 25:21-Erfolg zu Buche. »Nach dem Bretten-Spiel wussten wir, dass wir mit viel Stimmung und Herzblut aufs Feld gehen und jeden Spielstand wegstecken müssen. Dass es gleich so gut bei allen geklappt hat und wir gezeigt haben, dass wir in die Regionalliga gehören, war natürlich super«, jubelte Pressesprecherin Birgit Margenfeld.

Viel Lob für Felix Pauckner

Mit einem Lächeln genoss Felix Pauckner das Schulterklopfen seiner Mitspieler, hatte er doch maßgeblichen Anteil am 3:0-Oberliga-Sieg des TSV Eningen über den VfL Sindelfingen. Nur im ersten Satz hatte der TSV mit den Sprungaufschlägen der Gäste etwas Mühe und musste ständig einem Rückstand hinterherlaufen, ehe Pauckner aus einem 20:22 fast im Alleingang seine Farben auf die Siegerstraße brachte (25:22). Diese 1:0-Führung beflügelte das ganze Team und Eningen dominierte danach den Gegner nach Belieben. Erst zum Ende des zweiten Satzes unterliefen den Gelbhemden einige leichte Fehler, doch Kapitän Ruben Schellhammer und Youngster Tim Friedrichson sorgten schließlich für die beruhigende 2:0-Führung (25:22). Damit hatte man dem Aufsteiger den Zahn gezogen und vor allem Eningens Block war nun eine unüberwindliche Hürde für die VfL-Angreifer. Mit 25:13 beendete Eningen die einseitige Partie. Wer aber gedacht hatte, dass durch das 3:0 Kräfte für das tags darauf stattfindende Spiel gegen das VLW-Stützpunktteam Friedrichshafen gespart wurden, sah sich getäuscht. Die Bayha-Truppe wirkte das ganze Spiel über müde und kitzelte nicht die nötigen zehn Prozent mehr aus sich heraus, die nötig gewesen wären um die Youngster in die Knie zu zwingen. Friedrichshafen gewann Satz eins mit 30:28 nach Abwehr von vier Satzbällen der Eninger und Durchgang zwei 26:24 nach Abwehr eines Satzballs. »Hier hat man deutlich die individuelle Klasse gesehen, die diese jungen Spieler schon haben und auch mental sind sie enorm stark«, zog Bayha den Hut vor dem Gegner.

Die Frauen der SG Reutlingen/Betzingen haben sich durch den 3:1-Erfolg bei der TSF Dornhan wieder in die Spitzengruppe der Landesliga geschoben und fiebern nun dem Duell mit Tabellenführer TSG Tübingen in zwei Wochen entgegen. Allerdings stand der Sieg auf tönernen Füßen, denn nach einer 2:0-Führung drehten die Schwarzwälderinnen auf, verkürzten auf 1:2 und hatten die SG am Rande des Tie-Breaks. Maria Münch war es zu verdanken, dass am Ende der Satzgewinn (25:22) zu drei Punkten führte.

Zwei klare Heimsiege

Leichter als gedacht gestaltete sich für Landesligist TSV Eningen II der Heimspieltag gegen den VfL Sindelfingen II und den TV Rottenburg V. Während Rottenburg ohne Chance war und mit 0:3 die Segel streichen musste, leistete Sindelfingen Widerstand, konnte aber die bewegliche Eninger Abwehr, in der Patrick Anft hervorstach, selten überwinden. Als es im dritten Satz noch mal eng wurde (23:23), brachten Simon Beck und Johannes Schilling beherzt ihre Angriffe durch – am Ende stand ein 3:0-Sieg.

Einen harten Kampf lieferte Ligarivale PSV Reutlingen Aufstiegsaspirant Blaubären Flacht (1:3) und Aufsteiger TSG Balingen (2:3). Am Ende standen die Wahl-Schützlinge nur mit einem Punkt da, haben aber die Distanz auf die Abstiegsränge weiter vergrößert. Wie befürchtet, konnte Ligakonkurrent VfL Pfullingen keine spielfähige Mannschaft aufbieten und musste die Punkte ohne gespielte Aktion kampflos an Spitzenreiter TV Rottenburg IV abgeben. (GEA)