REUTLINGEN. Der Knoten bei den Oberliga-Volleyballern des TSV Eningen ist geplatzt. Mit einer gewaltigen Leistungssteigerung rangen die Schützlinge von Trainer Jonathan Schopp den SSV Geißelhardt mit 3:2 nieder und ließen den missratenen Saisonauftakt einigermaßen vergessen. Wie schon in den vergangenen Spielen war die Vorbereitung auf das Spiel bescheiden, da mit Timo Kimmerle, Felix Pauckner und Markus Schwille drei Stammkräfte wegen Krankheit oder Verhinderung fehlten. Somit konnte Trainer Schopp zwar auf eine gute Annahme und Feldabwehr bauen, aber im Angriff gab es zunächst wenig Durchschlagskraft. Somit gingen vor allem die langen Ballwechsel an die Gastgeber und beim 1:2 schienen die Felle wieder davon zu schwimmen. Doch nun kam die Stunde von Youngster Jakob Auer. Er riskierte im Angriff viel und wurde belohnt. Letztlich gingen die Sätze vier und fünf dann leicht an die Eninger (25:14 und 15:7) und der erste Sieg war unter Dach und Fach.
Minutenlanger Beifall nach dem Schlusspfiff für eine fulminante Leistung der Oberliga-Frauen der TSG Reutlingen gegen die TG Bad Waldsee. Zwar hatte man ein enges Spiel erwartet und der TSG durchaus Chancen auf einen Erfolg eingeräumt, doch dass am Ende ein souveränes 3:0 heraussprang, hätten wohl die wenigsten der TSG-Fans und der Spielerinnen gedacht, zumal Trainer Jan Grauel auf fünf Stammkräfte verzichten musste.
Wie schon in den letzten Spielen dominierten in Durchgang eins die Abwehrreihen, sodass sich zunächst kein Team absetzen konnte. Ausgerechnet am Ende des Satzes gab es einige kleine Fehler auf Seiten der Reutlingerinnen, sodass die Gäste beim Stand von 24:21 drei Satzbälle hatten. Doch nun zerrissen sich die TSG-Spielerinnen förmlich. Sara Zöllner und Linda Paul ließen in der Abwehr keinen Ball mehr auf den Boden fallen, während vorne Sabrina Keller ihre Angreiferinnen brillant in Szene setzte. Die Folge war der 28:26-Satzgewinn und gleichzeitig der Knackpunkt des Spiels. Bad Waldsee war regelrecht geschockt, während die TSG sich nun in einen Rausch spielte und den Spitzenreiter mit 25:15 im zweiten Satz fast hilflos aussehen ließ. Dass es aber im Volleyball immer drei goldene Sätze braucht, um ein Spiel zu gewinnen, zeigte Durchgang drei. Nun riskierten die Oberschwäbinnen alles und lieferten den Grauel-Schützlingen einen offenen Schlagabtausch. Diese hielten jedoch dagegen, Lea Reinhardt brachte zusätzlich frischen Wind im Angriff und nach dem 25:21 fielen sich alle in die Arme.
Derby eine klare Sache
Keine Chance hatten die Landesliga-Frauen der SG Reutlingen/Betzingen im Derby gegen den TSV Eningen. Zu viel Durcheinander und zu viele leichte Fehler ließen die SG nie am Satzgewinn schnuppern, während auf der anderen Seite Eningen aus einer sicheren Annahme und einer guten Feldabwehr heraus sein Spiel aufziehen konnte. Mit der makellosen Bilanz von zwei 3:0-Siegen haben sich die Eningerinnen gut in der neuen Spielklasse etabliert. Ganz anders die Gemütslage bei der SG, die nun drei Niederlagen zu Buche stehen hat, da auch die Partie gegen die TSG Tübingen mit ähnlichem Spielverlauf 0:3 verloren ging.
Unerwartet wenig Mühe hatte Landesligist TSV Eningen II mit dem VfL Sindelfingen II. Lediglich im zweiten Satz musste man eine kurze Durststrecke überstehen und den Ausgleich hinnehmen, ansonsten war die Bayha-Truppe Chef im Ring und siegte mit 3:1. (rp)

