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Oberligist TSV Eningen ohne Fehl und Tadel

Frauen der TSG Reutlingen mit nur sechs Spielerinnen bei der TG Bad Waldsee auf verlorenem Posten

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Ein Volleyball-Spiel. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Symbolbild
Ein Volleyball-Spiel. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Symbolbild

REUTLINGEN. Ohne Fehl und Tadel präsentiert sich derzeit Volleyball-Oberligist TSV Eningen. Fast mühelos nahmen die Arbachtäler auch die Hürde bei der TSG Eislingen mit 3:0 und festigten so ihre Tabellenführung. Nun kommt es in zwei Wochen in der Arbachtalhalle zum Spitzenspiel der beiden noch ungeschlagenen Teams aus Eningen und Tübingen.

Rundum zufrieden blickte denn auch Eningens Coach Jonathan Schopp, denn seine Mannen leisteten sich in keinem der drei Sätze einen Hänger. Waren die Gastgeber in Durchgang eins noch einigermaßen auf Augenhöhe (21:25), konnten sie in den Sätzen zwei und drei dem Angriffswirbel des TSV Eningen – allen voran Ruben Schellhammer und Markus Schwille – nichts mehr entgegensetzen und gingen mit 13:25 und 14:25 regelrecht unter. Positiv war auch, dass sich Zuspieler Marco Späth nach seiner Sperre wieder nahtlos ins Spiel eingefügt hatte. Da unter der Woche auch die Pokalaufgabe beim MTV Ludwigsburg III mit 3:1 sicher gelöst wurde, haben die Eninger Oberliga-Volleyballer nun fünf Pflichtspielsiege in Folge auf dem Konto – ein völliges Novum in der Geschichte der letzten Jahre.

Nur mit sechs Spielerinnen – Verletzungen und private Verpflichtungen dezimierten den Kader beträchtlich – und zudem ohne Libera standen die Oberliga-Volleyballerinnen der TSG Reutlingen bei der TG Bad Waldsee (0:3) von vorneherein auf verlorenem Posten.

Landesliga-Frauen harmlos

Die nötigen Umstellungen von Trainer Jan Grauel fruchteten erst nicht (17:25, 16:25). Im dritten Satz wurde die TSG dann aber mutiger und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Am Ende hatte jedoch Bad Waldsee das Quäntchen mehr Glück (23:25), sodass die erste Niederlage perfekt war. Wieder ohne Trainer Timo Kimmerle, ohne Zuschauer wegen Corona und in einer niedrigen Halle – diese Faktoren waren schon vor Spielbeginn ungünstig für die Landesliga-Frauen des TSV Eningen. Doch dann kamen noch Schwächen im Aufschlag, ein harmloser Angriff und ein löchriger Block hinzu und prompt setzte es eine unerwartete 1:3-Niederlage beim Aufsteiger SV Pfrondorf.

»Wenn wir den zweiten Satz noch umgebogen hätten (26:28), wäre vielleicht mehr drin gewesen, doch so geht die Niederlage aufgrund unserer eigenen Leistung in Ordnung. Wir setzen nun alle Hoffnung auf den Heimspieltag in zwei Wochen«, bemerkte Spielführerin Lena Missbauer.

Viele Steine plumpsten Trainer Martin Bückle vom Bezirksligisten TSV Eningen II von den Schultern, als der 3:2-Sieg im Kellerduell beim TSV Rottweil feststand. Ohnehin schon arg dezimiert leisteten sich die Arbachtäler in den Sätzen eins und zwei zu viele Annahme- und Angriffsfehler, sodass sich ein klassischer Fehlstart abzeichnete. Doch mit dem Rücken zur Wand entschärfte die Abwehr mehr Rottweiler Angriffe, was zu Selbstbewusstsein im Angriff führte. Als der dritte Satz gewonnen war (25:19), brach Rottweil komplett ein (25:12, 15:8). Trotz des Sieges bleibt Eningens Zweite weiter in der Abstiegszone gefangen. Statt den Abstand auf Tabellenführer Rottenburg IV zu verringern, konnte der TSV Eningen III sein Spiel beim TV Beffendorf nicht austragen, da der Gastgeber aufgrund von Corona-Infektionen passen musste.

Obwohl die Spielweise des Gegners aus der vergangenen Saison bekannt war – Mönsheim agiert oft mit zweiten Bällen oder kurzen Lobs – brauchten die Bezirksliga-Frauen der SG Reutlingen/Betzingen zwei Sätze, um sich darauf einzustellen. Im dritten Satz wogte das Spiel dann hin her, doch dem Herzog-Team gelang die Wende (23:25) nicht mehr. Das zweite Spiel gegen Renningen wurde auf Wunsch der Gäste verschoben. (rp)