PFULLINGEN. Drei Niederlagen in Folge, auf Platz zehn in dem 16er-Feld abgerutscht - Fabian Gerstlauer lässt sich von diesen Fakten nicht aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil. »Angesichts unserer schwierigen Personal-Situation sind wir voll im Soll«, betont der Trainer des Handball-Drittligisten VfL Pfullingen. Zu Beginn der Runde mischten die Pfullinger ganz vorne mit. Nach den zahlreichen Verletzungsausfällen - Niklas Roth, Fynn Hofele, Conrad Schmitt, Jason Ilitsch und Lasse Schiemann stehen weiterhin auf der Ausfall-Liste - habe man gemerkt, dass die Qualität des restlichen Kaders nicht für eine Top-Platzierung reiche.
Ob es den Pfullingern in diesem Kalenderjahr noch zu Pluspunkten reicht? Der Spielplan hat knifflige Auswärts-Begegnungen bei den Zweitvertretungen der Bundesligisten TVB Stuttgart und HC Erlangen vorgesehen. An diesem Samstag (19.30 Uhr) gastiert der VfL beim Aufsteiger TV Bittenfeld II, der sich in der Liga etabliert hat und mit 13:13 Punkten notiert wird. »Bittenfeld surft derzeit auf einer Euphoriewelle und liefert vor allem zu Hause in der Gemeindehalle immer wieder gute Spiele ab«, erklärt Gerstlauer. Interessant und nicht alltäglich: Wenn am 13. Dezember in Erlangen die Vorrunde abgeschlossen wird, stehen für Pfullingen zehn Auswärts- und nur fünf Heimspiele zu Buche.
Durchatmen und Kräfte sammeln
Am vergangenen Wochenende hatten die Gerstlauer-Schützlinge spielfrei. »Unsere Jungs konnten durchatmen und Kräfte sammeln, das war nicht verkehrt«, formuliert der Pfullinger Kommandogeber. »So ein freies Wochenende ist für Amateursportler, die alle berufstätig sind, sehr wertvoll«, fügt er hinzu.
In den zurückliegenden Trainingseinheiten konnte Gerstlauer nach langer Zeit wieder mal »an den Automatismen feilen«. Für Rückkehrer Felix Zeiler und den von der zweiten Mannschaft in die Erste beförderten Noah Schrade seien diese Übungseinheiten »besonders wichtig« gewesen. Der erst vor wenigen Wochen verpflichtete Zeiler habe in seinem ersten Spiel gegen Konstanz »überragend« agiert, stellt Gerstlauer fest. In den nachfolgenden Begegnungen habe man jedoch gesehen, dass am Zusammenspiel mit seinen Mitstreitern gefeilt werden muss. Automatismen einschleifen lauten die Schlagworte. Das ist bei den Pfullingern vor allem deshalb nicht einfach, weil die Mannschaft pro Woche nur drei gemeinsame Trainingseinheiten absolviert. Das wiederum hängt mit der Hallensituation zusammen. Ein leidiges Thema, das den VfL in allen Bereichen beschäftigt. (GEA)

