TENINGEN. Irgendwann ist es zu viel des Schlechten. Die Pfullinger Drittliga-Handballer, die auf sechs Stammkräfte verzichten mussten, kassierten bei der SG Köndringen/Teningen mit dem letzten Aufgebot ihre zweite Niederlage in Folge. Der VfL musste sich beim Aufsteiger mit 25:28 (12:14) geschlagen geben, hat nun 12:12 Punkte auf dem Konto und rutschte auf den siebten Platz ab. »Der Kampf und Einsatz haben gestimmt. Uns hat etwas das Spielglück gefehlt«, urteilte Pfullingens Trainer Fabian Gerstlauer.
Niklas Roth, Lasse Schiemann, Lukas List, Jason Ilitsch, Conrad Schmitt, Axel Goller - dieses Sextett stand den Echazstädtern in Teningen nicht zur Verfügung. Goller stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, warf auch zwei Siebenmeter, konnte aber auf dem Feld nach seiner Bänderverletzung noch nicht ins Geschehen eingreifen. Mit Philipp Mager und Kimi Hirsch waren zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft im Einsatz.
Am Ende fehlt die nötige Frische und Energie
Irgendwann ist es zu viel des Schlechten. Wenn dermaßen viele Leistungsträger fehlen, müssen andere wichtige Akteure fast durchspielen. Da ist es dann logisch, wenn sie in der Endphase nicht mehr in allen Aktionen mit der nötigen Frische und Energie zu Werke gehen. Wenn zudem mit Kräften aus der Zweiten aufgefüllt werden muss, fehlt auch die Eingespieltheit, ein extrem wichtiger Faktor im Handballsport.
Der VfL, bei dem der etatmäßige Linksaußen Christopher Rix auf der Rückraum-Mitte-Position aushelfen musste, wurde vor 500 Zuschauern in der Anfangsphase überrollt und lag nach acht Minuten mit 1:6 im Rückstand. Dabei hatte Gerstlauer seine Schützlinge vor dem Raketenstart des Kontrahenten gewarnt: »Köndringen geht zu Beginn immer ein massives Tempo.« Die Pfullinger blieben jedoch geduldig und kämpften sich eindrucksvoll zurück. »Die Leidenschaft und Emotionen waren da«, betonte Gerstlauer. Tim Hafner stellte mit seinem Treffer in der 15. Minute den Anschluss zum 6:7 her. Die Wende leiteten die Echazstädter aber nicht ein. Das lag auch an Köndringens Keeper Clement Gaudin, der in der ersten Hälfte mit zahlreichen Paraden glänzte.
Immer wieder herangekämpft
Nach dem 12:14-Pausenrückstand erwischte Pfullingen auch im zweiten Durchgang einen Stotterstart. Nach 37 Minuten stand ein 14:18 zu Buche. Der VfL gab sich jedoch nicht geschlagen. Youngster Noah Schrade verkürzte nach einem Gegenstoß auf 20:22 (48.), Linksaußen Hirsch brachte die Gäste, die in Keeper Felix Maar (insgesamt elf Paraden) einen starken Rückhalt hatten, in der 58. Minute auf 24:25 heran. Maurice Bührer erzielte schließlich den 26. Treffer für Köndringen. Danach war Pfullingen zu schnellen Abschlüssen gezwungen. Der erneut stark aufspielende Felix Zeiler scheiterte an Torhüter Vicent Lutz und Rix traf das Außennetz. Damit war die fünfte Saison-Niederlage besiegelt. (GEA)

