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Knifflige Heimaufgabe für den VfL Pfullingen

In ihrem erst fünften Heimspiel erwarten die Pfullinger Drittliga-Handballer den Talentschuppen eines Bundesligisten

Wieder für den VfL Pfullingen am Ball: Axel Goller (beim Wurf).
Wieder für den VfL Pfullingen am Ball: Axel Goller (beim Wurf). Foto: Joachim Baur
Wieder für den VfL Pfullingen am Ball: Axel Goller (beim Wurf).
Foto: Joachim Baur

PFULLINGEN. Kehren die Pfullinger Drittliga-Handballer auf den Erfolgsweg zurück? Oder setzt es die dritte Niederlage in Folge? Der VfL (12:12 Punkte), der in der Tabelle auf den siebten Platz abgerutscht ist, duelliert sich am Samstag (20 Uhr) in der Kurt-App-Halle mit dem Tabellenzweiten Rhein-Neckar Löwen II (16:8). Der Talentschuppen des Bundesligisten gab zuletzt dem bisherigen Spitzenreiter SG Pforzheim/Eutingen mit 29:24 das Nachsehen. »Die Junglöwen sind sehr spielfähig, sehr gut ausgebildet, da läuft der Ball«, hat Pfullingens Trainer Fabian Gerstlauer großen Respekt vor dem Kontrahenten. Und fügt im nächsten Atemzug hinzu: »Wir müssen unsere Körperlichkeit in die Waagschale werfen.« Der bekannteste Mann beim Pfullinger Gegner sitzt auf der Trainerbank: Ex-Nationalspieler Holger Löhr spielte einst für Pfullingen in der 2. Bundesliga.

Der Pfullinger Negativlauf kann mit den Ausfällen von Leistungsträgern begründet werden. Zuletzt bei der 25:28-Niederlage bei der SG Köndringen/Teningen fehlten mit Lukas List, Axel Goller, Niklas Roth, Lasse Schiemann, Jason Ilitsch und Conrad Schmitt sechs Leistungsträger. »So eine Situation mit so vielen Ausfällen habe ich selten erlebt«, erzählt Gerstlauer. Als Trainer mache man sich natürlich Gedanken über die Gründe, weshalb Akteure nicht auflaufen können: »Es sind keine Muskelverletzungen. Bei unseren Ausfällen ist viel Pech dabei.« Gerstlauer betont, dass prophylaktisches Training bei ihm eine große Rolle einnehme, um Verletzungen vorzubeugen.

List und Goller kehren zurück

Erfreulich für die Pfullinger: Von dem Sextett, das in Teningen nicht auf dem Feld mitmischen konnte, kehren zwei Akteure in den Kader zurück - List und Goller. List fehlte, weil er berufsbedingt in Mexiko weilte. »Luki ist am Dienstag ins Training eingestiegen und gegen die Löwen dabei«, berichtet Gerstlauer. Den Kapitän habe man in Teningen als Führungsspieler »schmerzlich vermisst, aber der Beruf geht im Amateursport vor«. Rechtsaußen Goller, vor Saisonbeginn zu seinem Heimatverein zurückgekehrt, war nur in den ersten vier Begegnungen dabei, ehe ihn ein doppelter Bänderriss außer Gefecht setzte. »Axel ist am Donnerstag komplett ins Training eingestiegen. Ich hoffe, dass er spielen kann«, erklärt Gerstlauer. Nicht dabei ist Linksaußen Kimi Hirsch (Schulterverletzung), der zuletzt aus der zweiten Mannschaft hochgezogen wurde.

Gegen die Rhein-Neckar Löwen II darf der VfL vor heimischer Kulisse in der Kurt-App-Halle antreten. Das ist in dieser Saison eine Seltenheit. Und wird bis Jahresende eine Seltenheit bleiben. In den beiden letzten Begegnungen in diesem Kalenderjahr gibt der VfL am 6. Dezember beim TV Bittenfeld II und am 13. Dezember beim HC Erlangen II seine Visitenkarte ab. Die Partie gegen Erlangen hätte in Pfullingen stattfinden sollen, musste aber wegen der Weihnachtsfeier des VfL nach Erlangen verlegt werden. Nach Ende der Vorrunde nach dem Erlangen-Spiel haben die Pfullinger somit nur fünf Mal zu Hause, aber zehn Mal auswärts gespielt. Das gab’s in der 3. Liga zuvor wohl noch nie. In den bisher acht Partien in der Fremde hat der VfL 6:10 Punkte eingeheimst – das bedeutet Platz sieben in der Auswärtstabelle. (GEA)