PFULLINGEN. Weiterer Abgang für den Handball-Drittligisten VfL Pfullingen am Ende der Saison 2025/26: Torhüter Daniel Schlipphak hört auf. Der 29-Jährige hat den Verantwortlichen der Echazstädter signalisiert, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und seine Laufbahn im Drittliga-Team beenden wird. Kürzlich vermeldete der VfL, dass Tim Hafner und Jason Ilitsch den Verein am Ende der Runde verlassen werden.
Über zehn Jahre stand Daniel »Schlippi« Schlipphak im Tor des VfL Pfullingen. Sein Weg führte ihn über die frühere Jugendkooperation JSG Echaz-Erms vom TV Neuhausen/Erms nach Pfullingen. Nach erfolgreichen Jahren in der A-Jugend-Bundesliga schloss er sich 2014 dem damaligen Oberliga-Team des VfL Pfullingen an - und feierte nur ein Jahr später als junger Keeper den Aufstieg in die 3. Liga. »Daniel Schlipphak ist seit über einem Jahrzehnt eine feste Konstante in unserem Team und ein Leistungsträger im Tor. Er hat sich in dieser Zeit zu einem absoluten Drittliga-Top-Torhüter entwickelt«, erklärt der Sportliche Leiter Simon Tölke, der viele Jahre selbst gemeinsam mit Schlipphak das Torhüter-Duo bildete und den Metzinger nicht nur als Kollegen, sondern auch als Freund schätzt. Tölke betont zudem Schlipphaks außergewöhnliche Teamfähigkeit: »Schlippi hat in seiner Zeit beim VfL mit ganz unterschiedlichen Torhüter-Partnern zusammengespielt - unter anderem mit mir, mit Magnus Becker, mit Valentin Bantle und zuletzt mit Felix Maar. Er war immer ein verlässlicher Mitspieler, der seine Qualität jederzeit abrufen konnte.«
Mehr Zeit für die Familie
Nach der elften Saison im VfL-Trikot ist 2026 Schluss. Schlipphak hat den Verein frühzeitig über seine Entscheidung informiert. Die Gründe sind rein privater Natur. »Ich werde meinen Vertrag nicht verlängern. Die Entscheidung ist mir echt schwer gefallen, aber ich möchte in Zukunft mehr Zeit für meine Familie haben«, erklärt Schlipphak, der im Frühjahr zum erste Mal Vater einer Tochter wurde. Beim VfL Pfullingen stößt dieser Schritt auf volles Verständnis. »Ich kann seine Entscheidung absolut nachvollziehen«, sagt Tölke. »Schlippi ist im Frühjahr Vater geworden und hat klar signalisiert, dass sich sein Fokus verändert hat. Er möchte für seine junge Familie da sein.« Trotzdem ist sein Abgang für den VfL Pfullingen ein großer Verlust - nicht nur sportlich: »Auch neben dem Feld war Schlippi in den letzten Jahren ein wichtiger Teil der Mannschaft - als Mensch und als Charakter. Er hinterlässt eine große Lücke, aber wir respektieren seinen Schritt voll und ganz«, erklärt Simon Tölke.
Schlipphak möchte die verbleibenden Spiele genießen: »Ich habe mit dem VfL in den letzten Jahren so viel erleben dürfen und bin dankbar für die ganzen Momente mit dem Team und den Fans.« (GEA)

