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Bittere Niederlage für den VfL Pfullingen

Die beste Leistung seit mehreren Wochen abgeliefert, dennoch verloren. Pfullingens Drittliga-Handballer ziehen beim HC Erlangen II den Kürzeren.

Der Pfullinger Kreisläufer Paul Prinz (mit Ball) trägt sich in Erlangen drei Mal in die Torschützenliste ein.
Der Pfullinger Kreisläufer Paul Prinz (mit Ball) trägt sich in Erlangen drei Mal in die Torschützenliste ein. Foto: Joachim Baur
Der Pfullinger Kreisläufer Paul Prinz (mit Ball) trägt sich in Erlangen drei Mal in die Torschützenliste ein.
Foto: Joachim Baur

ERLANGEN. 59 Sekunden vor Spielende glänzt Felix Maar mit einer Parade und wehrt den Ball nach vorne ab. Der Pfullinger Torhüter schnappt sich das Spielgerät gedankenschnell vor dem Herausrollen aus dem Sechs-Meter-Raum auf der Linie. Und die Linie gehört zum Tor-Raum. Beim Spielstand von 37:36 für den HC Erlangen II dürfen die Drittliga-Handballer des VfL einen Angriff starten und vielleicht noch mit einem Punkt die Heimreise antreten. Denkste: Die Pfullinger haben die Rechnung ohne einen der beiden Schiedsrichter gemacht. Er entscheidet auf Freiwurf für Erlangen. Hans Willax schafft es diesmal, Maar zu überlisten. 38:36. Das ist die Vorentscheidung. Am Ende zieht Pfullingen mit 37:39 (16:16) den Kürzeren.

»Ein Unentschieden wäre für beide Teams ein gerechtes Ergebnis gewesen«

"Dieser Pfiff darf nie kommen", ärgerte sich Pfullingens Trainer Fabian Gerstlauer nach Spielende. Ganz bitter für die Echazstädter: Die Pleite vor lediglich 211 Zuschauern in der Erlangener Karl-Heinz-Hiersemann-Halle war die fünfte in Folge für den VfL, der furios in die Saison startete und nun nach Ende der Vorrunde als Tabellenelfter 12:18 Punkte auf dem Konto hat. Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen, als die personell arg dezimierte Mannschaft phasenweise schwache Leistungen ablieferte, imponierte sie in Erlangen kämpferisch und phasenweise auch spielerisch. »Ein Unentschieden wäre für beide Teams ein gerechtes Ergebnis gewesen«, urteilte Gerstlauer. In einer ansehnlichen Partie legte sich der VfL mächtig ins Zeug und das Talente-Team des HC Erlangen brillierte mit enorm viel Tempo und Präzision im Angriffsspiel.

Pfullingen erwischte den besseren Start. Johnny Beck brachte die Gäste in der vierten Minute mit einem Wurf aufs leere Tor mit 4:1 in Führung. In der zehnten Minute war Felix Zeiler, der ebenso wie Beck insgesamt acht Treffer markierte, zum 8:4 für die Gäste erfolgreich. Doch die zweite Garde des HC Erlangen ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und stellte beim 9:9 (14. Minute) erstmals den Gleichstand her. Der große Unterschied der beiden Teams in Durchgang eins: Erlangens Keeper Tin Herceg glänzte bis zur Pause mit acht parierten Würfen, während Maar keinen Ball abwehren konnte und der in der 16. Minute eingewechselte Daniel Schlipphak auf zwei Paraden kam.

In der zweiten Halbzeit begegneten sich beide Mannschaften lange Zeit auf Augenhöhe. Bis zum 25:25 (43.) ging es hin und her. Dann gerieten die Pfullinger beim 27:30 (48.) und 28:31 (49.) mit drei Toren ins Hintertreffen. Doch aufgeben war für den VfL, der auf seine Leistungsträger Lukas List, Niklas Roth, Fynn Hofele, Conrad Schmitt, Jason Ilitsch und Lasse Schiemann verzichten musste, keine Option. In der spannenden Schlussphase schnupperten die Pfullinger am Unentschieden. Doch letztlich sollte es nicht sein.

»Wir können nach diesem guten Spiel angesichts der schwierigen personellen Situation erhobenen Hauptes in die Weihnachtspause gehen«, sagte Gerstlauer. Am 28. Dezember bittet er seine Schützlinge wieder zum Training. Rückrundenstart ist am 10. Januar mit der Partie bei der HSG Konstanz. (GEA)