REUTLINGEN. 85 Millionen Euro. Diesen Wahnsinnsbetrag legt Newcastle United offenbar für VfB-Angreifer Nick Woltemade auf den Tisch. Es ist eine Summe, die einen staunend und auch ein Stück weit kopfschüttelnd zurücklässt. Schließlich hat der 23-Jährige bislang nur eine sehr starke Halbserie in der Bundesliga gespielt. Zur Erinnerung: Cristiano Ronaldo wechselte 2009 als frischgebackener Weltfußballer für 94 Millionen Euro von Manchester United zu Real Madrid. Doch die Zeiten auf dem Transfermarkt haben sich geändert.
Man kann den Stuttgarter Verantwortlichen zu diesem kurz bevorstehenden Transfer nur gratulieren. Vermutlich haben sie es selbst nicht fassen können, als das Angebot aus England in dieser Woche ins Haus geflattert kam. Vor allem aber hat sich die Hartnäckigkeit im Poker mit dem FC Bayern ausgezahlt.
Ein solches Angebot darf man nicht ablehnen
Sportlich ist der Abgang von Woltemade natürlich ein herber Verlust. Ein Ersatz muss mehr. Doch die Zeit drängt. Denn am Montag schließt das Transferfenster. Ein Blick zurück ins Jahr 2022 gibt aber Hoffnung. Auch damals verließ mit Sasa Kalajdzic kurz vor Schluss ein absoluter Leistungsträger die Schwaben. Der damalige Sportdirektor Sven Mislintat verpflichte Serhou Guirassy. Der Rest ist bekannt.
Das ist kein Freifahrtschein, dass es auch dieses Mal wieder klappt. Doch wem, wenn nicht VfB-Sportboss Fabian Wohlgemuth, ist es zuzutrauen, jetzt die richtigen Entscheidungen auf dem Transfermarkt zu treffen. Das Geld liegt bei ihm in den besten Händen. Übrigens ist es totaler Quatsch, Vorstandschef Alexander Wehrle womöglich vorzuwerfen, dass er sein Versprechen gebrochen hat, wonach Woltemade auf jeden Fall in dieser Saison das VfB-Trikot tragen und definitiv nicht mehr wechseln wird. Ein solches Angebot darf man nicht ablehnen.
Nick Woltemade zu Newcastle United. Oder: Einer der absurdesten Transfers in der Fußball-Geschichte. (GEA)

