LANGEN. Die Basketballer der TSG Solcom Ravens sind am Samstagabend im Topspiel der 1. Regionalliga mit einer deutlichen 81:57 (38:30) Niederlage nach Hause geschickt worden. Nach einer unglücklichen Vorbereitung auf das Spiel konnten die Ravens gegen den TV Langen nur im ersten Viertel mithalten. Schwache Wurfquoten und viele Ballverluste gegen eine starke und erfahrene Mannschaft aus Langen waren am Ende zu viel um eine Siegchance zu haben. »Wir haben uns wieder zu viele Fehler geleistet, viele davon machen wir die ganze Saison schon. Gegen gute Teams wird das dann bestraft. Wenn du vorne nicht triffst und hinten Abstimmungsfehler hast und dir 23 Turnover leistest, verliert man dann zu Recht deutlich«, sagte Headcoach Vasilis Tsouknidis. Kilian Fischer war mit 17 Zählern bester TSG-Werfer.
Reutlingen mit gutem Start
Bereits die Trainingswoche verlief nicht gut. Die Leistungsträger Malik Kudic und Mirko Ljuboja mussten aufgrund von Verletzungen aussetzen und gingen angeschlagen ins Spiel. Trotzdem kamen die Ravens gut ins Spiel. Kurz vor Ende des Viertels knickte dann jedoch Mirko Ljuboja um und konnte nicht mehr weiterspielen. Die Ravens gewannen das Viertel trotzdem 21:24.
Im zweiten Abschnitt kam dann ein Bruch ins Spiel. Die TSG leistete sich gegen den hohen Verteidigungsdruck der Langener zu viele Ballverluste und traf offensiv weder hochprozentig aus dem Feld, noch wurden die Freiwürfe verwandelt. So setzte sich Langen ab, auch wenn der Vorsprung zur Pause noch einholbar war (38:30).
Auch nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren spielbestimmend. Das erfahrene und abgezockte Team kam aufgrund von Abstimmungsfehlern in der Ravens-Defense zu leichten Punkten, während die TSG sich weiter extrem schwertat offensiv in den Rhythmus zu kommen. Langen zog auf 16 Punkte davon, ehe sich die TSG noch mal aufbäumte. Kilian Fischer mit insgesamt vier Dreiern und Michael Acosta, der als einziger TSG-Spieler sonst zweistellig scorte (13), brachten die Ravens auf sieben Zähler ran, doch in dieser Phase leistete sich die TSG wieder unnötige Ballverluste und einfache Gegenpunkte, sodass Langen zweistellig wegzog.
Gleiches Spiel war im Schlussviertel angesagt. Die Ravens ließen ihre Wurfchancen meist ungenutzt, trafen nur sechs von 23 Dreier-Versuchen und leisteten sich insgesamt 12 Fehlschüsse von der Freiwurflinie (11-23). Langen spielte routiniert im Stile einer Spitzenmannschaft, ohne zu glänzen.
Satte 16 Ballgewinne holten die Hessen, während sich die TSG 23 Ballverluste erlaubte. »Wir sind noch nicht auf dem konstanten Niveau, auf dem wir sein wollen und werden weiter hart arbeiten. Wir haben noch drei Spiele bis zur Pause und wollen die Hinrunde positiv abschließen«, sagte Tsouknidis. (GEA)

