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»German Allstars« in Buchform: Von Kämpf bis Nowitzki und Schröder

Die besten deutschen Spieler und Trainer aus Vergangenheit und Gegenwart in prägnanten Porträts

Dino Reisner: German Allstars. Die Hall of Fame des deutschen Basketballs. 126 Seiten. Zahlreiche Fotos. 19,95 Euro. Pietsch-Ver
Dino Reisner: German Allstars. Die Hall of Fame des deutschen Basketballs. 126 Seiten. Zahlreiche Fotos. 19,95 Euro. Pietsch-Verlag, Stuttgart.
Dino Reisner: German Allstars. Die Hall of Fame des deutschen Basketballs. 126 Seiten. Zahlreiche Fotos. 19,95 Euro. Pietsch-Verlag, Stuttgart.

REUTLINGEN. Man darf die Erfolge der deutschen Basketballer nicht auf die Stars in der nordamerikanischen Profiliga (NBA) oder die Weltmeister von 2023 reduzieren. Auch wenn Dennis Schröder und Franz Wagner dadurch zu den Aushängeschildern einer Generation werden.

Dino Reisner, der im Pietsch-Verlag auch schon Mit-Autor mehrerer Olympia-Bücher war, legt in »German Allstars« die Hall of Fame des deutschen Basketballs vor. Lediglich Isaiah Hartenstein fehlt, dessen NBA-Titelgewinn mit Oklahoma City Thunder erst nach der Veröffentlichung des Bandes zustande kam.

Kurze Porträts mit den Namen ihrer Clubs, den Erfolgen und oft auch mit ihren Punkte-Ausbeuten sorgen für prägnante Informationen. Einziges Manko des Nachschlagewerks: Bei den statistischen Daten hätte man bei den Spielern auch gleich die Position aufführen können, die sie eingenommen haben oder noch spielen. So muss man erst das Porträt lesen, um diese Information zu erhalten.

Trio überragt alle

Den meisten Raum nehmen die Beschreibungen von Legende Dirk Nowitzki und Weltmeister-Kapitän Dennis Schröder ein – was zu erwarten war. Genauso umfangreich aber und dies völlig zurecht wird auf den früheren NBA-Dauerbrenner Detlev Schrempf eingegangen. »Det the Threat« (übersetzt: Detlef, die Bedrohung), wie er genannt wurde, hat in seiner Karriere 1.250 NBA-Spiele gemacht. Um diese Zahl zu erreichen, müsste Schröder noch gut fünf weitere Jahre in der besten Liga der Welt antreten. Außer Schröder werden gleich sieben weitere Akteure vom Sensations-Weltmeister-Team 2023 hervorgehoben.

Die Fülle der Namen, die auf den 126 Seiten Platz finden, verblüfft. Gedanken wie »Klar, der auch«, schießen dem Leser durch den Kopf, wenn etwa die NBA-Veteranen Uwe Blab und Christian Welp oder die 93er-Europameister Henning Harnisch und Hendrik Rödl gewürdigt werden. Auch der Ex-Tübinger Pascal Roller wird aufgelistet. Ungewöhnlich bei seinem Lebensweg: Der Spielmacher hatte vor seiner Basketball-Karriere in der Kindheit eine Ballett-Ausbildung absolviert.

Dass Georg Kämpf mit Tübingen zwei Mal der Bundesliga-Aufstieg gelang und er beim Verband den jungen Nowitzki coachte, sind Infos, die nicht jeder Basketball-Fan parat haben dürfte. Zu den vorgestellten besten Frauen gehören Olympiasiegerin Svenja Brunckhorst, die Sabally-Schwestern Nyara und Satou sowie Leonie Fiebich, die wie Nyara in der nordamerikanischen Liga WNBA-Champion wurde. Nicht fehlen dürfen auch Trainer-Maestros und Titelsammler wie Svetislav Pesic und Dirk Bauermann. (eye)