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Nationalspielerin und Eigengewächs Sabrina Tröster verlässt die TuS Metzingen

Der Frauen-Handball-Bundesligist TuS Metzingen hat die erste Personalentscheidung für die kommende Saison verkündet: Eigengewächs und Leistungsträgerin Sabrina Tröster wird ihren auslaufenden Vertrag nicht verlängern und zu einem anderen Club wechseln.

Steht in dieser Saison bislang bei 43 Tore für die Pink Ladies: Flügelspielerin Sabrina Tröster.
Steht in dieser Saison bislang bei 43 Tore für die Pink Ladies: Flügelspielerin Sabrina Tröster. Foto: Tobias Baur/Eibner
Steht in dieser Saison bislang bei 43 Tore für die Pink Ladies: Flügelspielerin Sabrina Tröster.
Foto: Tobias Baur/Eibner

METZINGEN. Der Frauen-Handball-Bundesligist TuS Metzingen hat die erste Personalentscheidung für die kommende Saison verkündet. Es ist eine, die den Club schmerzt. Eigengewächs Sabrina Tröster wird ihren auslaufenden Vertrag im Ermstal nicht verlängern und will ab Sommer bei Ligakonkurrent Thüringer HC den nächsten Schritt gehen. Es ist eine Entscheidung, die der Linkshänderin aus Pfullingen alles andere als einfach gefallen ist.

»Ich bin in der C-Jugend von meinem Heimatverein aus Pfullingen nach Metzingen gekommen und bin dem Verein dankbar dafür, was ich hier erleben durfte«, wird die 21-Jährige in der Club-Mitteilung zitiert. Sie sei bei der TuS groß geworden und habe dort die Chance bekommen, sich zu entwickeln. Und das mit großem Erfolg: Über die Jugendnationalmannschaft schaffte sie es zur Bundesligaspielerin und letztendlich auch zur Nationalspielerin für das deutsche Frauenteam. »Unvergesslich bleibt selbstverständlich der DHB-Pokalsieg. So ist es auch ein weinendes Auge, welches meine Entscheidung begleitet, aber sportlich wie privat wartet nun eine neue Herausforderung auf mich«, berichtet Tröster weiter.

Trainer des Thüringer HC überhäuft Tröster mit Vorschusslorbeeren

Metzingens Geschäftsführer Ferenc Rott sagt: »Sabrina hat bei uns seit der Jugend eine super Entwicklung genommen. Wir haben auf ihr Talent gesetzt und sie so in den Bundesligakader eingebaut, und selbstverständlich hätten wir sie auch weiterhin gerne im Trikot der Tussies gesehen.« Der Trainer ihres neuen Clubs ab Sommer überhäuft die 21-Jährige schon jetzt mit Vorschusslorbeeren. Sie sei »eines der größten Talente auf Rechtsaußen, die wir in Deutschland haben«, betont Herbert Müller, Trainer des amtierenden Europapokalsiegers und siebenfachen deutschen Meisters aus Thüringen.

Zu Trösters bisherigem Weg: Sie wechselte bereits in der Jugend von der Echaz an die Erms. Im Jahr 2022 erhielt sie ihren ersten Profivertrag. Sie gehört damit zum Kreis der Pokal-Heldinnen, die im Jahr 2024 sensationell den DHB-Pokal nach Metzingen holten. In der laufenden Runde erzielte die Rechtsaußen bislang 43 Tore für die Pink Ladies und rangiert damit im internen Ranking auf Platz drei. Ihr A-Länderspieldebüt unter Bundestrainer Markus Gaugisch gab die Flügelspielerin am 06. März 2025 gegen Frankreich. Ein weiteres Spiel im Nationaltrikot folgte bislang.

Die TusSies stehen aktuell mit 10:10-Punkten auf Rang sieben. Der Thüringer HC belegt mit einer Bilanz von 13:7 Tabellenplatz vier. Die Metzingerinnen bestreiten am Mittwochabend (19.30 Uhr, Paul-Horn-Arena) gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund das nächste Bundesliga-Spiel. (GEA)