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Metzinger Bundesliga-Handballerinnen: Mannschaftsführerin Svenja Hübner in Top-Form

Die Metzinger Bundesliga-Handballerinnen wollen im letzten Spiel vor der Weltmeisterschaft zwei Punkte beim Europapokal-Gewinner holen. Kreisläuferin Svenja Hübner präsentierte sich zuletzt in Top-Form.

In den vergangenen zwei Spielen mit einer 100-Prozent-Trefferquote:  TuS-Mannschaftsführerin Svenja Hübner.
In den vergangenen zwei Spielen mit einer 100-Prozent-Trefferquote: TuS-Mannschaftsführerin Svenja Hübner. Foto: T.Baur/Eibner
In den vergangenen zwei Spielen mit einer 100-Prozent-Trefferquote: TuS-Mannschaftsführerin Svenja Hübner.
Foto: T.Baur/Eibner

METZINGEN. Noch ein Spiel steht vor der Weltmeisterschafts-Pause bevor - und das soll mit einem Auswärtssieg der Metzinger Bundesliga-Handballerinnen enden. Es wäre eine Ansage an die Konkurrenz, dass die TuS als Tabellensiebter die vorderen Plätze keineswegs aus den Augen verloren hat. Denn der Gegner ist ein großer Name: Treten die »TusSies« am Samstag (18 Uhr, Dyn und sporteurope.tv) doch bei keinem Geringeren als dem Europapokal-Gewinner Thüringer HC an.

Eine Mannschaft, die unter den ersten Vier der Bundesliga erwartet wurde. Aber nach einem ungewöhnlich durchwachsenen Saisonstart mit ausgeglichenem Punktekonto lediglich auf Rang sechs steht. Und nun muss das Team aus Bad Langensalza auf die Spielerin verzichten, die alles in einer Person verkörpert: Aushängeschild, Leistungsträgerin, Torjägerin, die in der vergangenen Runde zur Spielerin der Bundesliga-Saison gekürt worden war. Das österreichische Rückraum-Ass Johanna Reichert fällt beim European-League-Sieger mit Rückenproblemen die nächsten Monate aus. Der denkbar schwerste Schlag für den Ex-Meister, zugleich aber die große Chance für die Pink Ladies, gegen das ersatzgeschwächte Team etwas zu holen. Zwar ist die Ex-Metzingerin Jana Scheib, die mit einer Knieverletzung ausgefallen war, beim THC wieder einsatzfähig. Aber beim Pokal-Viertelfinalsieg beim Zweitligisten VfL Waiblingen trat die wurfstarke Linkshänderin noch nicht wieder als Torschützin in Erscheinung.

Torjägerin fällt beim THC aus

Die TuS will diese Gelegenheit nutzen. »Wir wissen um die Qualität des THC, auch wenn Johanna Reichert ausfallen wird. Sie sind sehr effizient - auch in der Variante Sieben-gegen-Sechs - und dennoch werden wir alles reinwerfen, um zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen«, sagt Trainerin Miriam Hirsch. Damit aus dem Vorhaben etwas Zählbares wird, muss ihre Mannschaft dort anknüpfen, wo sie vor 14 Tagen beim Erfolg über den Buxtehuder SV (36:28) aufgehört hat.

Da zeigte sich die Verteidigung im Spielverlauf deutlich verbessert, ehe in der entscheidenden Phase zwei Metzinger Trümpfe stachen. Die beiden Mannschaftsführerinnen - Marie Weiss mit ihren Paraden im Tor und Svenja Hübner mit ihren Treffern - machten den Unterschied. Wobei auffällt, dass Hübner bereits im Spiel zuvor, als die TuS gegen das Spitzen-Team Bensheim-Auerbach 30:37 unterlag, ebenfalls schon eine Optimal-Ausbeute hatte. In Zahlen bedeutet dies: Aus insgesamt zehn Torchancen in diesen beiden Begegnungen machte die Kreisläuferin zehn Treffer. Vor allem aus dem Positionsangriff, aber auch bei Gegenstößen blieb Hübner im Abschluss eiskalt.

Gute Zuspiele genutzt

»Sie hat in Abwehr und Angriff ein gutes Spiel gemacht«, lobte Hirsch die 29 Jahre alte Team-Seniorin. Hübner, schon immer bescheiden, zur Erklärung ihrer Top-Form: »Es läuft, wenn's läuft. Man bekommt Selbstvertrauen. Mir wurde der Ball von den Mädchen aber auch supergut reingespielt«, sagte die Rechtshänderin.

Was ebenfalls in dieser Partie auffiel: Erstmals in dieser Saison stand die Abwehr mit zunehmender Spielzeit so kompakt, dass die Hirsch-Schützlinge in der zweiten Halbzeit nur neun Gegentore kassierten - und insgesamt weniger als 30 Treffer hinnehmen mussten. Hübner war entsprechend »froh, dass wir unter 30 geblieben sind«. Das muss auch die Basis für die Partie in Bad Langensalza sein. (GEA)