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Wird Bundesliga-Top-Scorer Jhivvan Jackson von den Tigers Tübingen rechtzeitig fit?

Die Tigers Tübingen treffen am Mittwoch vor heimischer Kulisse auf den Bundesliga-Vize sowie Champions-League-Sieger Telekom Baskets Bonn. Warum für den Aufsteiger ein Spiel wie gegen die favorisierten Rheinländer möglicherweise zur optimalen Zeit kommt.

Der Bundesliga-Topscorer Jhivvan Jackson von den Tigers Tübingen plagt sich aktuell mit Adduktoren-Problemen rum.
Der Bundesliga-Topscorer Jhivvan Jackson von den Tigers Tübingen plagt sich aktuell mit Adduktoren-Problemen rum. Foto: Eibner-Pressefoto/Nina Sander
Der Bundesliga-Topscorer Jhivvan Jackson von den Tigers Tübingen plagt sich aktuell mit Adduktoren-Problemen rum.
Foto: Eibner-Pressefoto/Nina Sander

TÜBINGEN. Der nächste Rückschlag ist nur etwas mehr als 72 Stunden alt, doch Zeit für eine ausführliche Aufarbeitung bleibt im Prinzip keine. Denn für die Tigers Tübingen steht in der Basketball-Bundesliga (BBL) eine englische Woche auf dem Programm. Für das Team von Headcoach Danny Jansson geht es nach der deutlichen 70:101-Niederlage am Sonntag gegen die BG Göttingen bereits am Mittwochabend weiter. Am Valentinstag gastiert der Vize-Meister Telekom Baskets Bonn in der Paul-Horn-Arena (20 Uhr, Dyn).

Nach den enttäuschenden vergangenen Wochen - den Überraschungscoup gegen ratiopharm Ulm ausgeklammert - scheint es aktuell schwierig, sich ein Szenario auszumalen, in dem der Aufsteiger gegen den Favoriten aus dem Rheinland etwas Zählbares in der Neckarstadt behält. Oder etwa doch nicht? Schließlich spielen die Tigers vor allem in den Partien gegen die vermeintlich besten BBL-Teams immer wieder groß auf. So setzten sich die Tübinger im Hinspiel mit 88:76 gegen die Bonner durch und sorgten damit bereits am zweiten Spieltag für einen Paukenschlag. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten - bei den Gästen hatte es im Sommer nach dem Abgang von Erfolgscoach Tuomas Iisalo nach Paris einen radikalen Kader-Umbruch gegeben - scheinen die Bonner seit dem Jahreswechsel immer besser in Fahrt zu kommen. Auch deshalb sagt Tigers-Assistant-Coach Tom Walther: »Das Hinspiel hat keine Relevanz mehr für das Rückspiel.«

Bonn seit sechs Spielen unbesiegt

Die Mannschaft des belgischen Trainers Roel Moors ist seit sechs Pflichtspielen unbesiegt. Erst am Samstag setzten sich die Telekom Baskets in der Verlängerung mit 98:97 im Topspiel und der BBL-Final-Neuauflage gegen Ulm durch. Zudem thront der amtierende Titelträger in der Champions League in der Runde der letzten 16 mit drei Siegen aus drei Partien auf Platz eins der Gruppe J.

Zurück zu den Tübingern, die mit einem Sieg Vorsprung auf den Tabellenvorletzten Crailsheim derzeit noch hauchdünn über dem Strich stehen. Möglicherweise kommt ein Spiel wie gegen Bonn, in dem man vermeintlich nichts zu verlieren hat, zur optimalen Zeit. »Da würde ich nicht dagegen argumentieren, das liegt nahe«, betonte Tigers General Manager Jascha Maus am Dienstagmittag gegenüber dem GEA und ergänzte zugleich: »Ich würde aber auf keinen Fall sagen, dass das Spiel dadurch automatisch leichter wird. Denn das Wichtigste ist nach wie vor, dass wir auf uns schauen und die Grundtugenden sowie Energieleistung wieder an den Tag legen, die wir in vielen der vergangenen Partien vermissen lassen haben. Das ist erst einmal null abhängig vom Gegner.« Aber natürlich sei es in solchen Spielen gegen große Mannschaften wie beispielsweise Ulm in gewisser Weise einfacher, weil der externe Fokus eher auf dem Favoriten liege. »Da hat man für sich einen ganz anderen Fokus, als wenn sich alles auf uns konzentriert und alle meinen: Das ist aber heute ein Must-Win-Spiel für euch, doch für uns gibt es in der Bundesliga keine Must-Wins.«

Jackson droht in jedem Fall keine längere Pause

Eine große Rolle am Mittwochabend wird auch spielen, ob Point Guard Jhivvan Jackson rechtzeitig fit wird. Der Bundesliga-Topscorer (19,8 Punkte im Schnitt) musste am Sonntag gegen Göttingen wegen Problemen im Adduktorenbereich aussetzen. Sein Fehlen machte sich vor allem in der Offensive bemerkbar, schließlich hielt der Puerto-Ricaner die Tübinger in der laufenden Saison bislang nicht nur einmal praktisch im Alleingang durch seine immensen Scoring-Qualitäten in der Partie. Nur gegen Chemnitz (68 Punkte) erzielte das Jansson-Team noch weniger Punkte. Über einen Einsatz des 25-Jährigen wird erst nach dem Shootaround und dem Anschwitzen am Mittwochmorgen entschieden. So oder so: Jackson droht keine längere Pause. Eine sehr gute Nachricht für alle Tigers-Fans.

Nach der Partie gegen Bonn steht für die Tübinger eine zweieinhalbwöchige Pause auf dem Programm. Am Wochenende steigt in München das Top-Four des BBL-Pokals, in der Woche darauf ist Länderspielpause. Weiter geht es erst am 2. März auswärts gegen die Bamberg Baskets, bevor die Tigers eine Woche später vor heimischer Kulisse auf den Syntainics MBC treffen. (GEA)