TÜBINGEN. Mit der Partie am Sonntag (15 Uhr) gegen die Paderborn Baskets haben die Tübinger Zweitliga-Basketballer am neunten Spieltag bereits den vierten und damit letzten diesjährigen Neuling vor der Brust. Auf einen Sieg gegen Bundesliga-Absteiger Göttingen folgte unmittelbar hinterher eine Niederlage gegen Aufsteiger Leverkusen. Nach dem deutlichen 91:64 gegen Mit-Aufsteiger Wolmirstedt geht es nun gegen das dritte Team, das aus der Pro B - Nord hoch kommt. Die junge Mannschaft aus Westfalen qualifizierte sich als Tabellendritter über das Wild-Card-Verfahren direkt wieder für die Pro A, nachdem der Club erst in der Spielzeit zuvor abgestiegen war.
Die kommenden Gäste dürfen trotz ihrer bislang mageren Ausbeute auf keinen Fall unterschätzt werden, feierten sie doch ein geradezu fulminantes Comeback in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Am dritten Spieltag gelang dem Team von Trainer Miloš Stankovic mit einem 100:93-Erfolg gegen Titelaspirant Gießen ein echtes Ausrufezeichen und bereits der zweite Saisonsieg. Seither geriet der Motor mit fünf Niederlagen am Stück ins Stocken. Verletzungsprobleme sind ein Grund für den negativen Lauf. Mit zwei Siegen steht das Team aktuell auf dem 15. Tabellenplatz - punktgleich mit vier anderen Kontrahenten.
Am Familienspieltag mit reduzierten Preisen gilt es für die Raubkatzen, an die Leistung aus dem Heimspiel vergangenen Freitag gegen Gießen anzuknüpfen. Zugleich ist Wiedergutmachung angesagt. Die Tigers-Fans werden in der heimischen Paul-Horn-Arena eine Reaktion auf die deutliche 62:83-Niederlage vom Sonntag bei Kellerkind Bozic Estriche Knights Kirchheim erwarten. Tigers-Co-Trainer Troy Culley ist sich diesem Umstand bewusst: »Wir wollen die Niederlage und den schwachen Auftritt im Derby unbedingt ausbügeln und zu unseren Stärken zurückfinden, die uns in den vier Partien zuvor ausgezeichnet haben: Gut verteidigen, ein schnelles Umschaltspiel und möglichst auch die Kontrolle über die Rebounds gewinnen.« Connor Nelson steht gegen Paderborn nach langer Verletzungsauszeit vor seinem Pflichtspieldebüt. Auch Joshua Schwaibold könnte nach seiner Verletzung am Sprunggelenk wieder in den Kader rutschen. (GEA)

