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Tigers Tübingen treffen auf das formschwächste Team der 2. Basketball-Bundesliga

Die Tigers Tübingen sollten am Samstagabend im Heimspiel gegen Münster besser nicht noch einmal das Basketball-Parkett als Verlierer verlassen. Ansonsten könnte aus der besinnlichen eine eher unruhige Vorweihnachtszeit für die Raubkatzen werden.

Wurde zum Spieler des Monats November in der 2. Basketball-Bundesliga gewählt: Tübingens JaCobi Wood.
Wurde zum Spieler des Monats November in der 2. Basketball-Bundesliga gewählt: Tübingens JaCobi Wood. Foto: Jan Prihoda/Eibner
Wurde zum Spieler des Monats November in der 2. Basketball-Bundesliga gewählt: Tübingens JaCobi Wood.
Foto: Jan Prihoda/Eibner

TÜBINGEN. So langsam kommt Druck auf den Kessel. Die Tigers Tübingen sollten am Samstagabend (19.30 Uhr/kostenpflichtig auf sporteurope.tv) besser nicht noch einmal das Basketball-Parkett als Verlierer verlassen. Ansonsten könnte aus der besinnlichen, eine eher unruhige Vorweihnachtszeit für die Raubkatzen werden. Schließlich wäre es für die Tigers in diesem Fall bereits die sechste Pleite - die dritte in Folge - in der laufenden Zweitliga-Saison (bei sechs Siegen). Das Gute: Gegen den Tabellenvorletzten aus Münster gehen die Tübinger in der Paul-Horn-Arena als klarer Favorit in die zwölfte Begegnung in dieser Spielzeit.

Bei der 82:92-Niederlage am vergangenen Freitag im Derby in Karlsruhe mussten die Raubkatzen auf einige Akteure verzichten, dazu waren mehrere Spieler nicht im Vollbesitz der Kräfte. Während der wurfstarke US-Guard Isaiah Sanders (Knie) weiter ausfällt, kehrt Back-up-Spielmacher Kaya Bayram nach Erkrankung in den Kader zurück und auch bei Kapitän Till Jönke (Rücken) gibt es Hoffnung auf einen Einsatz.

Verletzungsprobleme bei beiden Mannschaften

Die Sorgen bei Tübingens kommenden Gegner sind jedoch deutlich prekärer. Die Uni Baskets kommen mit sechs Niederlagen in Folge nach Tübingen. Zwei Siege und neun Niederlagen – so lautet die sportliche Bilanz der Gäste, was gegenwärtig nur den 17. Tabellenplatz bedeutet. Mit einer Bilanz von 1-9 in den letzten zehn Duellen ist Münster gleichzeitig das formschwächste Team der gesamten Liga. Das hat Gründe.

»Es ist der Wahnsinn, was wir mit Verletzungen bisher durchmachen mussten«, berichtet Münster-Manager Helge Stuckenholz. Zuletzt unterlag die Mannschaft von Trainer Götz Rohdewald mit 86:90 den Paderborn Baskets, nachdem man zwischenzeitlich noch mit 76:63 führte. Auffälligster Akteur ist zweifelsohne der extrem physische Nicholas McMullen mit 16,8 Zählern und 9,6 Rebounds. Ebenfalls zweistellig punktet sein US-Landsmann Julian Larry mit 13,2 Punkten. Auf den deutschen Positionen sorgt vor allem der 25 Jahre alte Neil Masnic mit 11,9 Punkten und 4,8 Rebounds für mächtig Furore.

Tübingens Wood zum Spieler des Monats November gewählt

Das gilt auf Tübinger Seite für Spielmacher JaCobi Wood. Der 23-Jährige ist der absolute Unterschiedsspieler im Team von Tigers-Coach Henrik Sonko. Bemerkenswert: Der Rookie aus den USA legte in den vergangenen drei Partien immer mindestens 20 Punkte auf. Völlig verdient wurde Wood in dieser Woche zum Spieler des Monats November in der 2. Basketball-Bundesliga gewählt. Im ligaweiten Scorer-Ranking belegt Wood mit durchschnittlich 18,1 Zählern pro Partie den vierten Platz - richtig stark. Dennoch sind die Tigers oftmals zu abhängig von ihrem Starspieler.

»Wir müssen wieder zu unseren Stärken finden und diese konzentriert und konstant ausspielen. Sprich, Aggressivität, Tempo, Intensität und Verteidigung. Münster spielt generell ein eher langsameres Tempo, diesbezüglich müssen wir Akzente setzen«, fordert Tübingens Co-Trainer Troy Culley. Es treffen also zwei konträre Spielanlagen aufeinander. Was beide Teams eint: Sie sollten dringend einen Sieg einfahren. (GEA)