WIESBADEN. Tennis-Zweitligist TV Bauer Finanz Reutlingen hat auch das zweite Spiel am Wochenende verloren. Vor 200 Zuschauern setzte es für das Team von Trainer Marek Kimla eine 3:6-Niederlage beim Wiesbadener THC. Erneut lagen die Achalmstädter nach den Einzeln zurück, in den Doppeln konnte man abermals die Partie nicht drehen. »Fünf Punkte am Wochenende sind schon dünn. Wir haben einfach nicht geliefert«, zeigte sich Kimla enttäuscht.
Im Vergleich zur 2:7-Niederlage am Freitag gegen Bad Vilbel rückte der Italiener Riccardo Bonadio erstmals in den Kader der Reutlinger. Und der 32-Jährige überzeugte mit einem 6:0 und 6:4-Erfolg gegen den Serben Stefan Popovic. »Er hat sehr gut gespielt«, berichtete Kimla. Tim Handel rang im Spitzeneinzel den Österreicher Sandro Kopp im Match-Tie-Break mit 10:8 nieder. Bei diesen zwei Punkten sollte es aber nach den Einzeln bleiben. Noah Schlagenhauf und Marek Jaloviec hatten in ihren Matches jeweils klar das Nachsehen.
Peter Torebko musste in seiner Partie im zweiten Satz wegen einer Zerrung aufgeben. Da die Gäste keinen Ersatzspieler zur Verfügung hatten, kämpfte sich der 37-Jährige im Anschluss noch im Doppel durch. Youngster Lasse Pörtner bewies erneut sein Kämpferherz, musste sich aber im mit 2:35 Stunden längsten Spiel des Tages gegen den Tschechen Matthew Donald im Match-Tie-Break geschlagen geben. Wie eng die Begegnung war, belegt die Punktstatistik mit 95:92-Zählern für den Sieger. Das wäre der dritte Punkt gewesen. So ging es wie am Freitag mit einem 2:4-Rückstand in die drei Doppel.
Spektakulärer Tie-Break mit 18:16
Der TVR setzte in der Aufstellung für die Doppel alles auf eine Karte, was anderes blieb auch gar nicht übrig. Wiesbaden schickte mit Lars Johann und Taym Al Azmeh zwei frische Kräfte ins Rennen. Und diese Kombination sicherte sich in nur 61 Minuten mit einem klaren Erfolg in zwei Sätzen gegen die Kombination Schlagenhauf/Torebko den fünften und somit siegbringenden Punkt für Wiesbaden. Nur Pörtner und Jaloviec konnten ein Doppel zur 3:6-Niederlage holen. Spektakulär war dabei der erste Satz, welchen das TVR-Duo mit 18:16 im Tie-Break gegen Kai Wehnelt und Mick Veldheer gewinnen konnte.
Die Konkurrenz spielte nicht für den TVR, der auf den neunten und vorletzten Tabellenplatz abrutscht. Fünf Teams haben eine Bilanz von drei Siegen und vier Niederlagen - die Achalmstädter sind dabei am Ende des Quintetts. Zum Saisonabschluss muss die Kimla-Truppe am Freitag (11 Uhr) bei Tabellenführer Eintracht Frankfurt antreten, am Sonntag (13 Uhr) kommt der TLZ Espenhain an die Rudolf-Harbig-Straße. Der TVR ist dabei unter Zugzwang. Für den Klassenerhalt sind fast schon zwei Siege Pflicht. (GEA)

