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Aktuell Kommentar

Warum dem SSV Reutlingen mit neuem Trainergespann ein guter Zug gelungen ist

Thomas Herbst ist neuer Cheftrainer beim Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen. Der bisherige Interimscoach Marvin Petzschner wird sein »Co.«. Diese Entscheidung ist ein cleverer Schachzug, findet GEA-Sportredakteur Kilian Jährig.

Thomas Herbst (hier noch beim 1. CfR Pforzheim) wird künftig die Geschicke an der Kreuzeiche leiten.
Thomas Herbst (hier noch beim 1. CfR Pforzheim) wird künftig die Geschicke an der Kreuzeiche leiten. Foto: Leitner/Eibner
Thomas Herbst (hier noch beim 1. CfR Pforzheim) wird künftig die Geschicke an der Kreuzeiche leiten.
Foto: Leitner/Eibner

REUTLINGEN. Den Verantwortlichen des Fußball-Oberligisten SSV Reutlingen ist mit ihrer Entscheidung für Thomas Herbst als neuem Cheftrainer und Marvin Petzschner als dessen »Co« ein cleverer Schachzug gelungen.

Zum einen verpflichtet der Verein mit Herbst einen Coach, der in der Oberliga beim 1. CfR Pforzheim bereits bewiesen hat, dass er der sportlichen Herausforderung auf diesem Niveau gewachsen ist (Plätze vier und fünf). Zum anderen gehen die Macher möglichen Diskussionen innerhalb der Mannschaft aus dem Weg, die es im Falle eines Abschieds von der bisherigen Interimslösung Petzschner hätte geben können. Die guten Leistungen unter dem 35-Jährigen in den vergangenen drei Partien stimmten die Mannschaft positiv. Zudem kam der B-Lizenz-Inhaber mit seiner positiven Art gut an und formte in kurzer Zeit einen eingeschworenen Haufen aus seinen Kickern. Auch können sich die Nullfünfer nicht vorwerfen lassen, einem im Männerbereich noch unerfahrenen Kommandogeber (Petzschner) die schwierige Aufgabe im Abstiegskampf (aktuell Platz 15) alleine zugemutet zu haben.

Verstehen sich Herbst und Petzschner so gut, wie es in ersten Gesprächen mit dem GEA den Eindruck macht, könnten sich die beiden optimal ergänzen und den Club mit ihrem Mix aus Routine und Motivation schnell wieder aus dem Tabellenkeller führen. (GEA)