ZIMMERN. Pflichtaufgabe erfüllt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. »Wir haben gewonnen, der Sieg zählt«, sagte SSV-Trainer Alexander Strehmel. Die Reutlinger Oberliga-Fußballer setzten sich in der zweiten WFV-Pokalrunde beim zwei Klassen tiefer in der Landesliga angesiedelten SV Zimmern mit 4:1 (2:0) durch. In der dritten Runde des Cup-Wettbewerbes könnte es zum Derby zwischen Pfullingen und dem SSV kommen. Zuvor muss der VfL allerdings noch den SV Seedorf bezwingen.
Strehmel musste in Zimmern auf Jonas Meiser und Leander Vochatzer verzichten. Beide klagen über muskuläre Probleme. »Ihr Einsatz in Villingen ist fraglich«, erklärte der Coach. Am Freitag (19 Uhr) starten die Reutlinger mit einem Auswärtsspiel beim Regionalliga-Absteiger FC 08 Villingen in die Punkterunde.
SSV mit zwei Sturmspitzen
In der Vierer-Abwehrkette rückte der aus der eigenen Jugend in die Erste hochgerückte Jonathan Hageloch auf die rechte Seite. Der etatmäßige Rechtsverteidiger Luca Plattenhardt besetzte die linke Seite. Eine Position, die der Routinier aus der Vergangenheit kennt. Im Normalfall läuft der SSV mit zwei Sechsern auf. Vor 400 Zuschauern in Zimmern wurde lediglich Yannick Toth im defensiven Mittelfeld aufgeboten. Auf der Zehner-Position durfte sich Nedim Pepic präsentieren. Erstmals nominierte Strehmel mit Konstantinos Markopoulos und Willie Sauerborn zwei Stürmer. Mit Oskar Prokopchuk und Tom Ruzicka wurden später zwei Angreifer eingewechselt, die prompt trafen.
Marlon Gangloff (8. Minute) brachte die Reutlinger nach einer feinen Kombination über die linke Seite und einer Kopfballablage von Markopoulos in Führung. Nach einem Freistoß war Toth (25.) zur Stelle und brachte seine Farben mit 2:0 in Führung. Kurz nach der Pause traf Stefan Mutapcic, der sich gegen Sladan Puseljic durchsetzte, für Zimmern. Nach einer Flanke des eingewechselten Ben Schaal markierte Prokopchuk (67.) das 3:1. Den 4:1-Endstand stellte Ruzicka (87.) mit einem sehenswerten Schuss aus 18 Metern her. (GEA)

