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Luca Plattenhardt will mit dem SSV hoch hinaus

Luca Plattenhardt kehrte vor Saisonbeginn vom Fußball-Regionalligisten FC Homburg zum SSV Reutlingen zurück. Die Pläne des 25-Jährigen mit dem Oberligisten.

Mit Elan nach vorne: SSV-Zugang  Luca Plattenhardt (dunkles Trikot).
Mit Elan nach vorne: SSV-Zugang Luca Plattenhardt (dunkles Trikot). Foto: JoBaur
Mit Elan nach vorne: SSV-Zugang Luca Plattenhardt (dunkles Trikot).
Foto: JoBaur

REUTLINGEN. »Wir haben uns nach den bisherigen Niederlagen immer gut zurückgekämpft«, lässt Luca Plattenhardt die ersten sechs Spiele des SSV Reutlingen in der Fußball-Oberliga Revue passieren. »Jetzt wollen wir in Mannheim nachlegen.« Am heutigen Samstag (15.30 Uhr) gastieren die auf Platz sieben rangierenden Nullfünfer beim Aufsteiger VfR Mannheim.

»Mit Luca Plattenhardt bekommen wir einen absoluten Topspieler dazu, der unser Spiel bereichern wird«, formuliert Christian Grießer, seines Zeichens Sportlicher Leiter des SSV, Anfang Juli bei der Bekanntgabe der Verpflichtung des 25-Jährigen. Und wie sieht die erste Beurteilung aus? Plattenhardt stand in allen Begegnungen in der Startformation, hat sich einmal (beim 5:1 in Oberachern) in die Torschützenliste eingetragen und in vielen Szenen unter Beweis gestellt, dass er ein absoluter Könner seines Fachs ist.

Am Zusammenspiel feilen

In manchen Situationen zeigte sich jedoch, dass am Zusammenspiel noch gefeilt werden muss. Einige Ideen von Plattenhardt verpufften, weil seine Mitspieler bei Hereingaben nicht energisch genug in die freien Räume hineingestoßen waren. »An der Abstimmung fehlt es noch ein bisschen, es wird aber von Woche zu Woche besser«, kommentiert der Außenbahnspieler seine ersten Auftritte. Was ist drin mit dem SSV in dieser Runde? »Ein einstelliger Platz auf jeden Fall, mit ein paar Siegen können wir ins Rollen kommen. Wir haben eine gute Stimmung im Team und eine gute Mischung Jung und Alt«, so der Bruder des Ex-Nationalspielers Marvin Plattenhardt. »In drei, vier Wochen haben wir ein klareres Bild.«

Der in Frickenhausen wohnende Rückkehrer kam 2009 von seinem Heimatverein 1. FC Frickenhausen erstmals zum SSV. 2013 ging es weiter zum TSV 1860 München. Bei den Sechzigern absolvierte er 25 Partien in der B-Junioren- und 38 Spiele in der A-Junioren-Bundesliga. Es folgte sein zweiter Aufschlag an der Kreuzeiche. 2017/18 war Plattenhardt für den SSV in der Oberliga 27 Mal im Einsatz. Zuletzt stand der auf beiden Seiten einsetzbare Außenverteidiger (»auf rechts fühle ich mich wohler«) fünf Jahre in Diensten des Regionalligisten FC Homburg.

Topspiele vor 8.000 Zuschauern

Nach etwas Anlaufschwierigkeiten im ersten Jahr mit neun Einsätzen in der 4. Liga avancierte der 1,80 Meter große Plattenhardt zu einer festen Größe beim Ex-Bundesligisten. Insgesamt absolvierte er für Homburg 111 Regionalliga-Partien. »Höhepunkte waren die Topspiele vor manchmal 8.000 Zuschauern gegen Offenbach und in den Derbys gegen Saarbrücken und Elversberg«, blickt er auf zahlreiche heiße Spiele im Homburger Trikot zurück.

Am Ende der zurückliegenden Saison musste sich Plattenhardt entscheiden: Bleiben in Homburg, wobei er das Gefühl hatte, möglicherweise nicht mehr erste Wahl zu sein, ein Wechsel in die Regionalliga West, oder Rückkehr in die Heimat. Plattenhardt kehrte schließlich mit seiner Freundin ins Schwäbische zurück, spielt nun eine Klasse tiefer, seine Ambitionen sind aber nach wie vor hoch. Der Ex-Vollprofi absolviert neben den Trainingseinheiten mit dem SSV (»da haben wir eine hohe Intensität«) persönliche Zusatzschichten. Schließlich will er mit dem Kreuzeiche-Club hoch hinaus. (GEA)

Unberechenbarer VfR Mannheim

Fußball-Oberligist VfR Mannheim agierte in den ersten Spielen mal mit einer Dreier-, dann mit einer Viererkette, »die Mannheimer hatten jedes Mal eine andere Formation«, stellt Reutlingens Trainer Maik Stingel fest. »Unberechenbar« sei der Neuling, der mit sechs Punkten auf Platz 15 rangiert, und sich am heutigen Samstag (15.30 Uhr, Rhein-Neckar-Stadion) mit dem SSV Reutlingen misst. »Gute Kicker«, so Stingel, habe der VfR in seinen Reihen. Nun wurde aber das Gebilde der Badener durcheinandergewirbelt. Zu Beginn dieser Woche wurde Aufstiegstrainer Volkan Glatt entlassen. Sportdirektor Hakan Atik übernimmt interimsweise. »Dieser Trainerwechsel macht die Mannheimer noch unberechenbarer«, glaubt Stingel. (kre)