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Trost: »Die Jungs sind genial«

VON MANFRED KRETSCHMER

NEUHAUSEN. Alexander Trost kann es nicht fassen: »Ich bin die komplette Vorbereitung unverletzt durchgekommen. Und nun hat es mich ausgerechnet vor dem ersten Spiel erwischt. Das kotzt mich an.« Der Rechtsaußen des Handball-Zweitliga-Aufsteigers TV Neuhausen plagt sich mit massiven Rückenproblemen herum. Vergangene Woche musste er das Training sausen lassen, spielte aber in Erlangen (27:35-Niederlage) dennoch. Auch in dieser Woche ist an spezielles Handballtraining nicht zu denken. Am Samstag (20 Uhr, Hofbühlhalle) im ersten Heimspiel gegen die TSG Groß-Bieberau möchte der 28-Jährige nur dann auflaufen, »wenn ich der Mannschaft helfen kann«. Behandlung beim Physiotherapeuten und Schonung ist in diesen Tagen angesagt. Eine genaue Diagnose der Rückenverletzung liegt noch nicht vor. Trost: »Wahrscheinlich ist es eine Entzündung.«

Wieselflink, trickreich, torgefährlich - Neuhausens Trainer Markus Gaugisch baut auf seinen einzigen externen Zugang (»mit Markus haben wir uns sehr gut verstärkt«). Der gebürtige Dettinger, der in der B-Jugend zum VfL Pfullingen wechselte, absolvierte für die Echazstädter und den HBW Balingen-Weilstetten in sieben Jahren 196 Bundesligaspiele und markierte dabei 420 Tore. Wegen einer Patellasehnen-Operation war Trost vergangene Runde fast fünf Monate außer Gefecht und kam danach zumeist in der HBW-Regionalliga-Truppe zum Einsatz. »Ich wollte Balingen verlassen und im Großraum Reutlingen bleiben, auch weil ich mir beruflich einiges aufgebaut habe«, so der Industriekaufmann. Trost entschied sich für den TVN (»ich sagte bereits im Februar zu und wäre auch bei einem Nicht-Aufstieg gekommen«) und gegen den VfL Pfullingen, Stuttgarter Kickers und SG Haslach.

In Neuhausen fühlt er sich pudelwohl: »Die Jungs sind genial, der Trainer ist super, es macht Riesenspaß.« Der TVN habe in Erlangen »in den ersten 20 Minuten gezeigt, dass das Potenzial für die zweite Liga da ist«. Nun soll Groß-Bieberau besiegt werden. Trost: »Da muss der Baum brennen. Bei den Spielern und Zuschauern.« (GEA)