BAIERSBRONN. Fünfsatz-Match im Doppel-Endspiel, Fünfsatz-Dramatik im Einzel-Halbfinale, Fünfsatz-Krimi im Einzel-Endspiel – Alexandra Schankula sorgte bei den baden-württembergischen Tischtennis-Meisterschaften in Baiersbronn für den besonderen Nervenkitzel. Die bei diesen Titelkämpfen für den TSV Betzingen startende Mössingerin trat schließlich mit einer Gold- und einer Silbermedaille die Heimreise an. Im Doppel siegte sie an der Seite von Amelie Fischer, mit der sie in der Punkterunde für den DJK Sportbund Stuttgart in der 2. Bundesliga am Start ist. In der Einzel-Konkurrenz wurde Schankula erst im Finale von der Bundesligaspielerin Lea Lachenmayer gestoppt.
»Ich war im Einzel an Position drei und im Doppel an Nummer zwei gesetzt«, berichtet Schankula. Und fügt ohne Wenn und Aber hinzu: »Ich bin mit meinem Abschneiden absolut zufrieden.« In der Einzel-Konkurrenz setzte sie sich im Halbfinale gegen Elisa Nguyen im Entscheidungssatz mit 13:11 durch. Vergangene Saison spielten Nguyen und Schankula gemeinsam für den Sportbund Stuttgart und feierten den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der laufenden Runde kommt Nguyen regelmäßig für den TTC Weinheim in der Bundesliga zum Einsatz. Im Frauen-Endspiel kam es zum Klassiker zwischen Schankula und der Frickenhäuserin Lachenmayer, die mittlerweile eine feste Größe beim Bundesligisten ESV Weil am Rhein ist. »Vor zwei Jahren habe ich bei den Baden-Württembergischen knapp gewonnen, diesmal habe ich etwas unglücklich verloren«, formulierte die Vorjahresdritte Schankula.
»Dann habe ich leider einen Topspin ins Aus gezogen«
Das Duell zwischen Schankula und der Defensivspielerin Lachenmayer war hochklassig und hochdramatisch. Schankula verlor die ersten beiden Sätze und lag im dritten Durchgang 7:9 im Rückstand. Satz drei gewann die Mössingerin noch mit 11:9, Satz vier mit 11:3. Im Entscheidungs-Durchgang stand es 5:5, ehe Lachenmayer mit einigen unerreichbaren Angriffsschlägen glänzte und mit zwei Kantenbällen Glück hatte. Schankula lag mit 5:10 im Hintertreffen, ehe sie sich bravourös auf 9:10 herankämpfte. »Dann habe ich leider einen Topspin ins Aus gezogen«, ließ Schankula die Endphase Revue passieren. Im Doppel setzten sich Schankula/Fischer im Endspiel im fünften Satz mit 11:7 gegen Nguyen/Lachenmayer durch.
Und wie schnitten die übrigen Starter des Bezirks Alb ab? Überaus achtbar zogen sich Kathrin Mundry/Anja Brodbeck (SSV Reutlingen/TuS Metzingen) in der Doppel-Konkurrenz aus der Affäre. Sie wurden erst in der dritten Runde gestoppt und belegten Platz neun. Im Einzel kämpften sich Mundry und Brodbeck durch die Qualifikation. In der Endrunde blieben sie jedoch in ihren Gruppenspielen ohne Sieg.
Jonas Jehle vom SSV Reutlingen scheiterte unglücklich in der Qualifikation, während Jan Reutebuch vom TSV Gomaringen in der »Quali« ohne Sieg blieb. Im Doppel kam für Jehle/Reutebuch in der zweiten Runde das Aus. Im Mixed war für Brodbeck/Reutebuch und Mundry/Jehle jeweils die zweite Runde Endstation. Für den Sonnenbühler Benedikt Dorfmüller, der mittlerweile für den SSV Ulm 1846 spielt, kam im Einzel in der Qualifikation mit 1:2 Siegen das Aus.
In der Männer-Konkurrenz triumphierte der einst für Frickenhausen spielende ehemalige Vize-Europameister Torben Wosik (SC Staig). (GEA)

