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Restle verteidigt Vorjahressieg

TÜBINGEN. Nach ihrer Titelverteidigung warf Simret Restle den Blumenstrauß von der Siegerehrung ins jubelnde Publikum. Den riesigen Pokal hatte sie beim Interview mit Roland Steck ganz stolz im Arm. »Ich weiß, dass der Pokal schwerer ist als du«, scherzte der Tübinger Stadtlaufsprecher mit der zierlichen Leichtathletin von der LG Eintracht Frankfurt. Zu Späßen war die 25-Jährige aufgelegt, hatte sie doch gerade einen souveränen Sieg in 25:02 Minuten für die 7,5 Kilometer herausgelaufen.

Restle hatte dabei ganzen fünf Kenianerinnen das Nachsehen gegeben. »Die waren alle stark«, erklärte die extrovertierte Frau mit der Sonnenbrille stolz wie Oskar. »Das gibt Selbstvertrauen.« Schon im Vorfeld hatte sie angekündigt, den Titel nicht kampflos herzugeben. Beim Rennen hatte sie dann von Beginn an klar gemacht, wer die Herrin im Hause ist. Weil die Kenianerinnen Gladys Kwambai (25:19/2.) und Selly Kaptich (25:26/3.) nach der ersten Runde an ihr klebten wie Zecken, machte sie den beiden Kontrahentinnen durch einen scharfen Blick klar, dass sie auch mal Führungsarbeit zu leisten hätten.

Wintermantel beißt sich durch

400 Helfer von der freiwilligen Feuerwehr und verschiedenen Tübinger Vereinen waren seit morgens um 4 Uhr damit beschäftigt, die Strecke abzusperren. Die über 2 600 Läufer konnten sich auf einen gewohnt reibungslosen Verlauf des Spektakels quer durch die Altstadt verlassen. Einer von ihnen war der Manager der Tübinger Bundesliga-Basketballer, Robert Wintermantel. Mit seinen 2,00 Metern Körpergröße war er wohl einer der längsten Starter, kam aber nicht darum herum, seine 108 Kilo Muskelmasse die Neckargasse hinaufschleppen zu müssen. Wintermantel war im grünen T-Shirt, allerdings in seiner ehemaligen Basketballerhose mit der Nummer 13, für das Tübinger Stadtwerke-Team unterwegs. »Die erste Runde bin ich wohl zu schnell angegangen. Dann musste ich richtig kämpfen.« (wil)