PFULLINGEN. Der Pfullinger Skispringer Ben Bayer hat im Continentalcup ein Ausrufezeichen gesetzt. Der 21-Jährige sprang in Sapporo/Japan mit 126 Meter beim Sieg des Österreichers Clemens Aigner (129 m) auf Platz drei und machte damit sein zweites Podium im zweithöchsten Wettbewerb nach dem Weltcup klar. Schon am Vortag war Bayer, der in Furtwangen lebt, mit Platz neun mit Abstand bester deutscher Starter. Damit gehen die Erfolgswochen für den nach wie vor für die Young Eagles Pfullingen springenden Vollprofi weiter.
Bereits die Nominierung für die zwei Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen war eine große Auszeichnung für den 21 Jahre alten B-Kaderathleten. Nachdem Bayer zum Auftakt im Allgäu die Qualifikation noch ganz knapp verpasste, packte er beim Neujahrsspringen in der Quali zum richtigen Zeitpunkt einen echten Topsprung aus. Lange Zeit saß der Pfullinger sogar in der »Leadersbox« und war dadurch deutlich länger als erwartet im Fernsehen zu sehen. Nach einem starken 27. Rang in der Qualifikation folgte am Wettkampftag mit Platz 43 ein solides Ergebnis, auch wenn es nicht zum zweiten Finaldurchgang reichte. Zuvor debütierte Bayer am 20. Dezember 2025 beim Weltcup im schweizerischen Engelberg. Dort rückte er kurzfristig für Andreas Wellinger ins deutsche Team nach und sammelte bei seiner Premiere wertvolle Erfahrungen – auch wenn er den Sprung ins Finale als 38. mit 127 Metern verpasste.
»Es hat bisher in dieser Saison eigentlich ganz gut funktioniert. Ich bin auch froh, dass ich in Engelberg mein Weltcup-Debüt feiern durfte. In Oberstdorf, wo wir mit der nationalen Gruppe am Start waren, hat es dann leider nicht für die Qualifikation gereicht, das war schade. Dafür war ich mit der Quali in Garmisch-Partenkirchen umso glücklicher. Der Sprung war gut, und auch das Gefühl, längere Zeit in der Leader-Box zu stehen, war cool«, äußerte sich Bayer bei Skispringen-News.de zu seinem bisherigen Saisonverlauf.
Bei den abschließenden Springen in Innsbruck und Bischofshofen setzte Bundestrainer Stefan Horngacher neben Felix Hoffmann und Philipp Raimund auf die derzeit formschwachen DSV-Adler Pius Paschke, Andreas Wellinger und Karl Geiger. Für den beim Zoll angestellten Bayer stand seit seinem Auftritt in Garmisch-Partenkirchen daher erst einmal eine kleine Wettkampfpause auf dem Programm, bis es für ihn am Wochenende beim Continentalcup in Japan weiterging. Dort zeigte der Pfullinger dem deutschen Bundestrainer, dass er Bayer für den weiteren Saisonverlauf auf dem Zettel haben sollte. (GEA)


