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Mössingerin Alexandra Schankula: Meisterin der Taktik

Die Mössingerin Alexandra Schankula führt den DJK Sportbund Stuttgart in die 2. Bundesliga. Am Wochenende bei den deutschen Senioren-Meisterschaften im Einsatz

Auch in der 2. Liga die Nummer eins bei Stuttgart: Alexandra Schankula.  FOTO: VEREIN
Auch in der 2. Liga die Nummer eins bei Stuttgart: Alexandra Schankula. FOTO: VEREIN
Auch in der 2. Liga die Nummer eins bei Stuttgart: Alexandra Schankula. FOTO: VEREIN

STUTTGART. »Ich spiele gerne wieder in der 2. Bundesliga. Ich will wieder mehr sportliche Herausforderungen. Ich freue mich riesig auf die neue Runde.« Diese Sätze formulierte Alexandra Schankula, die mit dem DJK Sportbund Stuttgart in der 3. Liga zur Meisterschaft stürmte. Die Mössingerin, die früher für den TSV Sondelfingen, VfL Pfullingen und TSV Betzingen zum Schläger griff, ist beim DJK Spitzenspielerin, Mannschaftsführerin und Führungsfigur in Personalunion.

Die 40 Jahre alte Schankula hat, einmal mehr, eine herausragende Runde gespielt. Mit 27:6 Siegen war sie die Zweitbeste in der 3. Liga. Herausragend: Ihr Viersatz-Erfolg gegen Tanja Krämer (TTF Rastatt), die deutsche Meisterin von 2008. Im Pokal-Wettbewerb setzte Schankule noch einen drauf, als sie sich gegen die Ex-Europameisterin und ehemalige Betzinger Bundesliga-Spitzenspielerin Qianhong Gotsch durchsetzte.

Yoshida und Fischer kommen

Ursprünglich wollten die Verantwortlichen des Sportbunds die Zweitliga-Lizenzunterlagen gar nicht einreichen. Auch deshalb, weil die Nummer zwei, Elisa Nguyen, den Verein im Januar über ihren Wechsel im Sommer zum Bundesligisten TTC Weinheim informierte. Letztlich entschieden sich die DJK-Macher um Macher Thomas Walter doch für den Sprung in die 2. Liga. »Wenn wir es nicht gewagt hätten, wäre die Mannschaft vermutlich komplett auseinandergebrochen«, so Walter.

»Wir benötigten nach den Abgängen von Nguyen und Rhea Zhu Chen nach Bietigheim Verstärkungen«, blickt Schankula auf die vergangenen Wochen zurück. Der Verein wurde fündig: Die Japanerin Mitsuki Yoshida, die früher für die SV Böblingen in der Bundesliga und zuletzt in Tschechien auf Punktejagd ging, schließt sich ebenso wie Amelie Fischer (sie kommt vom Drittligisten TTG Süßen) dem DJK Sportbund Stuttgart an.

Die zweifache Mutter Schankula ist weiterhin die Nummer eins, dahinter rangieren Yoshida, Fischer und Fatme El Haj Ibrahim. Schankula, die einst beim TSV Betzingen und SV Böblingen in der Bundesliga zu Gange war und als größten Einzelerfolg den Bundesranglistensieg 2012 in ihrer sportlichen Vita stehen hat, gilt als Meisterin der Taktik. »Alex brilliert mit ihren in der Szene gefürchteten Aufschlägen. Dazu platziert sie für die Gegner oft so unerwartet, dass die häufig nach den Ballwechseln die Knoten aus Beinen und Armen lösen müssen«, heißt es in einem Beitrag auf der Vereins-Homepage.

Am Pfingst-Wochenende steigen in Erfurt die deutschen Meisterschaften der Aktiven und Senioren. Schankula wollte in beiden Wettbewerben antreten, doch das lässt der Zeitplan nicht zu. Bei den Aktiven erreichte sie im Vorjahr in allen drei Konkurrenzen das Viertelfinale. Schankula war hin- und hergerissen, ehe sie sich für einen Start bei den Senioren entschied. Im vergangenen Jahr gelang ihr in Hamm ein Dreifach-Triumph. »Das wird kaum zu wiederholen sein«, glaubt sie. Im Einzel ist die ehemalige Zweitligaspielerin Sonja Roggenhofer die härteste Konkurrentin. Im Doppel spielt Schankula mit Nathalie Weichel, die künftig für den TSV Gomaringen spielt, und im Mixed mit Frank Elseberg vom SSV Ulm 1846. (GEA)