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Heimsiege für Schnitzler und Stapel vom 1. RMC Reutlingen

Fünf Podestplätze für die Piloten des Gastgebers 1. RMC Reutlingen. Guter Anfang für ein neues Rennformat.

Siegt im neuen Rennformat Südwest MX Racing: Tommy Schnitzler (1. RMC).  FOTOS: BAUR
Siegt im neuen Rennformat Südwest MX Racing: Tommy Schnitzler (1. RMC). FOTOS: BAUR
Siegt im neuen Rennformat Südwest MX Racing: Tommy Schnitzler (1. RMC). FOTOS: BAUR

REUTLINGEN. Fünf Podestplätze sicherten sich die Reutlinger Piloten beim 63. ADAC Motocross und 31. Jugend-Motocross auf ihrer Heimstrecke, allerdings nur zwei erste Plätze. Elias Stapel holte sich in der Open Klasse des BW-Pokals souverän den Sieg. Und im neuen Rennformat Südwest MX Racing fuhr Tommy Schnitzler als Erster durchs Ziel. Starke Gastfahrer und Konkurrenten machten den Piloten des 1. RMC Reutlingen zu schaffen. Rund 220 Fahrer gingen an den beiden Tagen an den Start – trotz sengender Hitze. »Wir hatten extreme Bedingungen«, bilanzierte Vereinschef Florian Allramseder die Veranstaltung, »aber wir haben das Beste daraus gemacht«.

Triumphiert in souveräner Manier in der Open Klasse des BW-Pokals: Elias Stapel vom 1. RMC Reutlingen.
Triumphiert in souveräner Manier in der Open Klasse des BW-Pokals: Elias Stapel vom 1. RMC Reutlingen. Foto: JoBaur
Triumphiert in souveräner Manier in der Open Klasse des BW-Pokals: Elias Stapel vom 1. RMC Reutlingen.
Foto: JoBaur

Die Resonanz hätte zwar größer sein können, trotzdem ist es ein guter Anfang: Beim Pilotprojekt Südwest MX Racing ab 125 ccm gingen in den beiden Klassen MX 1 und MX 2 insgesamt 46 Motocrosser an den Start, die besten Fahrer der südwestdeutschen Rennserien. »Ich habe es locker genommen und bin einfach mein Ding gefahren«, kommentierte Tommy Schnitzler seinen Sieg bei MX 2. Der 19-Jährige Reutlinger legte einen guten Start hin und konzentrierte sich bei der Hitze darauf, konstant zu fahren. Er ließ sich weder vom führenden Nils Weinmann (MSC Betra), den im zweiten Lauf ein technischer Defekt zur Aufgabe zwang, noch von Dennis Bahr, der dann von hinten Druck machte, aus dem Konzept bringen. Richtig stolz sei er auf die Leistung, kommentierte Allramseder den Heimsieg – zumal Schnitzler in der 50er Klasse beim 1. RMC Reutlingen angefangen habe und dort heute selbst den Nachwuchs trainiere. Für Vereinskollege Tom Militzer – aktuell Erster in der Klasse MX 2 bei der Meisterschaft des Deutschen Jugend Motocross Verbands (DJMV) – sprang nur der elfte Platz heraus.

Kevin Keim wollte in der Klasse MX 1 dagegen wohl zu viel: Den ersten Lauf hatte er gewonnen, im zweiten jagte er Malik Schoch aus Wildberg, mehrmaliger Teilnehmer beim ADAC Supercross in Stuttgart, hinterher, kam bei einem Überholversuch aber ins Straucheln, kämpfte aber grandios. »Der Wille war da«, sagte der 27-Jährige zu seinem zweiten Platz. Als zweitbester Reutlinger platzierte sich David Schnitzler auf dem zehnten Platz.

»Wir hatten extreme Bedingungen, haben aber das Beste daraus gemacht«

Auch beim BW-Pokal hatte Kevin Keim im Finale »zwar alles gegeben«, musste sich aber den in dieser Serie als Gastfahrer startenden Elias Stapel und Moritz Schittenhelm (MSC Wieslauftal) geschlagen geben, die Meisterschaftswertung führt er trotzdem weiterhin an. »Damit war ich happy«, erklärte Keim angesichts der »richtig, richtig guten« Konkurrenten, die beide in der ADAC Masters Serie schon Punkte gesammelt haben. Schnitzler wurde in den Rennen insgesamt Zehnter.

Felix Ankele, der sich auf der Heimstrecke viel vorgenommen hatte, war mit seinen Ergebnissen beim BW-Cup und beim Südwest Racing MX gar nicht zufrieden. Eine überhitzte Bremse zwang den 15-Jährigen, vom Gas zu gehen. Am Sonntag kam der RMCler beim Südwest MX Racing in der Klasse MX2 auf den 17. Platz. Nur für den sechsten Platz reichte es dem 125er-Piloten im BW-Cup, womit er immerhin seine Führung in der Meisterschaft verteidigen konnte. Sein Vereinskollege Jan Leisinger kam als Achter noch in die Top Ten.

Nils Fauser vom 1. RMC musste sich bei den 85ern nicht nur dem überragenden Gastfahrer Davi Dür geschlagen geben, sondern auch Elias Philipp, mit dem er sich bei den Siegen im BW-Cup abwechselt. »Ich habe einfach keinen Flow gefunden«, sagte der Reutlinger Fahrer. In der Meisterschaft liegt er dennoch weiterhin vorne.

Der zwölfjährige Noah Moosherr kam als insgesamt Siebter ins Ziel und ist damit bester Aufsteiger in dieser Klasse. Ein Ausrutscher im zweiten Lauf kostete ihn eine bessere Platzierung. Bei den 65ern fuhr Ben Maier auf den siebten Platz. Beide Fahrer sind in der Serie vom DJMV gerade Dritter und haben bei höherklassigen Rennen ihr Potenzial gezeigt. Unter den 50ern kam Leon Kuttler als Vierter ins Ziel. Von den BW-Cup-Senioren war Franz Heißerer aus Roßhaupten der Schnellste.

Die Zuschauer haben vom starken Starterfeld profitiert, spannende Duelle und waghalsige Aufholjagden bekamen sie zu sehen. Wegen der Hitze wurden die Rennen nur etwas verkürzt, eines musste kurz vor Schluss wegen zu starker Staubentwicklung abgebrochen werden. »Es ist ein geiler Sport, deswegen machen wir das alle«, erklärte der Sprecher das Durchhaltevermögen der Motocrosser. (GEA)