Logo
Aktuell Schießen

Gabriele Haas vom SV Willmandingen lässt sich von den Zuschauern zum Sieg tragen

Zwei Heim-Wettkämpfe, zwei Siege, eine starke Fairplay-Aktion - bei den Zweitliga-Luftpistole-Schützen des SV Willmandingen läuft es rund

Imponiert mit einer extrem fairen Geste: Gabriele Haas vom SV Willmandingen.
Imponiert mit einer extrem fairen Geste: Gabriele Haas vom SV Willmandingen. Foto: Steffen Schanz
Imponiert mit einer extrem fairen Geste: Gabriele Haas vom SV Willmandingen.
Foto: Steffen Schanz

WILLMANDINGEN. »Vor allem im zweiten Wettkampf hatten wir eine richtig tolle Stimmung in der Bolberghalle«, berichtet Marco Deh. Der Teamchef des Luftpistole-Zweitligisten SV Willmandingen blickt zudem auf sportlich erfolgreiche Heim-Wettkämpfe zurück: Die Willmandinger gewannen vor etwa 120 Zuschauern zunächst gegen den SV Püttlingen mit 3:2 und anschließend gegen den SV Oberkirch mit 4:1. Damit hat sich ein punktgleiches Trio an der Tabellenspitze abgesetzt: Der SV Altheim-Waldhausen führt das Klassement vor St. Peter und dem SV Willmandingen an (alle 8:2 Zähler).

»Mit unseren zwei Siegen haben wir unser erstes Saisonziel, den Klassenverbleib, perfekt gemacht«, erklärt Deh. Und das zweite Saisonziel liegt in Reichweite: Die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga, für welche die beiden Erstplatzierten ein Ticket erhalten. Die Entscheidung fällt in den beiden letzten Wettkämpfen, in denen die Willmandinger am 4. Januar in Hambrücken auf St. Peter und das Schlusslicht ESV Weil am Rhein II treffen.

Das Highlight des Tages war eine Fairplay-Aktion von Gabriele Haas. Die seit 2013 für den SV Willmandingen auf Ringejagd gehende Ludwigshafenerin war gegen Püttlingen im Duell gegen Frederic Schaff bei einem Schuss zu früh am Abzug. Die Patrone landete im Niemandsland. Null Ringe. Haas hörte schließlich nach 39 Schüssen auf. Sie verzichtete aus Fairnessgründen auf ihren 40. Schuss, mit dem sie wahrscheinlich ihren Sieg klar gemacht hätte. Das war auch deshalb bemerkenswert, weil der Wettkampf gegen die bis zu diesem Zeitpunkt punktgleichen Püttlinger auf des Messers Schneide stand.

Zeigt im zweiten Wettkampf gegen den SV Oberkirch sein Leistungsvermögen: Uros Kacavenda vom SV Willmandingen.
Zeigt im zweiten Wettkampf gegen den SV Oberkirch sein Leistungsvermögen: Uros Kacavenda vom SV Willmandingen. Foto: Steffen Schanz
Zeigt im zweiten Wettkampf gegen den SV Oberkirch sein Leistungsvermögen: Uros Kacavenda vom SV Willmandingen.
Foto: Steffen Schanz

Die Willmandinger ließen erstmals nach vier Jahren ihre Nummer eins einfliegen. Uros Kacavenda kam am Samstag erst gegen Mitternacht in seinem Hotel an und war am nächsten Morgen um 10 Uhr am Schießstand noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. »Da steckten ihm die Reisestrapazen in den Knochen«, erzählt Deh. Der Kroate unterlag dem Püttlinger Spitzenschützen Anthoni Wey mit 367:373 Ringen. Gegen Oberkirch entschied Kacavenda sein Duell gegen Christof Eggs mit 378:372 zu seinen Gunsten. »Das ist sein normales Leistungsvermögen«, so Deh.

Willmandingens Nummer zwei Peter Nicolussi gewann seine Vergleiche gegen Püttlingen und Oberkirch. Seine Resultate: 373 und 371 Ringe. »Peter ist derzeit konstant gut unterwegs«, formuliert Deh. Ebenfalls zwei Einzelerfolge heimste die Nummer vier Thomas Singvogel (365 und 361 Ringe) ein. Thomas Lakner gewann sein Duell gegen Püttlingens Sebastien Roth mit 365:364. Gegen Oberkirch erzielte er lediglich 357 Ringe und musste sich geschlagen geben. Gabriele Haas gewann gegen Christian Schebesta vom SV Oberkirch mit 364:353 Ringen - und bedankte sich hinterher bei den Willmandinger Fans: »Die Zuschauer haben mich zum Sieg getragen.« (GEA)