Beide Mannschaften werden in der Tabelle mit 2:4 Punkten geführt. Doch während die Hessen - ein Zusammenschluss der Vereine SG Wallau/Massenheim und TSG Münster - zwei Heimniederlagen kassierten, musste sich Neuhausen zwei Mal in der Fremde gegen zwei Spitzenteams geschlagen geben. Gaugisch legt dennoch den Finger in die Wunde: »Wir hatten sowohl in Erlangen als auch beim Bergischen HC kurze Phasen drin, in denen wir kein Tor erzielten, aber drei, vier Gegentreffer in Folge kassierten.« Und diese Durchhänger werden in der zweiten Liga gnadenlos bestraft.
Die Ermstäler können gegen die Truppe um die Ex-Nationalspieler Steffen Weber und Jan-Olaf Immel bis auf den Langzeit-Ausfall Magnus Becker in Bestbesetzung antreten. Torhüter Milos Slaby war bei der gestrigen Übungseinheit dabei und Rechtsaußen Alexander Trost (Rückenprobleme) konnte erstmals nach längerer Zeit wieder voll trainieren.
Voll im Saft steht beim TV Neuhausen Ferdinand Michalik, der laut Gaugisch zuletzt beim Bergischen HC ein »sehr gutes Spiel« abgeliefert habe. »Ich fühle mich körperlich in einer guten Verfassung«, erklärt der 22-Jährige, der sich in den bisherigen drei Begegnungen elf Mal in die Torschützenliste eintrug. Michalik ist überzeugt davon, dass der TVN in der zweithöchsten Spielklasse das rettende Ufer, sprich: den Klassenverbleib, erreichen kann. »Unser Kader ist in der Breite gut aufgestellt. Außerdem sind wir alle einen Schritt vorwärtsgekommen.«
Dass der Rückraumspieler in der Regel bei den Ermstälern nicht in der Startformation steht, findet er überhaupt nicht tragisch. »Da mache ich mir keine Gedanken drüber. Entscheidend ist, dass wir als Mannschaft am Ende erfolgreich sind.« Er und Aleksandar Stevic sowie Christian Dürner würden sich auf der Rückraum-Mitte-Position gut ergänzen.
Da die Leistungskurve des 1,87 Meter großen Michalik, der im ersten A-Jugendjahr vom VfL Pfullingen zum TVN kam, seit Jahren nach oben zeigt, klopften bei ihm am Ende der letzten Runde einige Klubs an. Der in Stuttgart Technische Biologie studierende Rechtshänder entschied sich jedoch für Neuhausen (»das war auf jeden Fall kein Fehler«) und unterschrieb einen Vertrag bis 2011. Von einem Wechsel in die Bundesliga träumt er dennoch nach wie vor (»da muss man jedoch abwarten«). (GEA)
