ST. JOHANN-UPFINGEN. Mehr Mannschaften im Punktspiel-Einsatz, deutlicher Rückgang bei den Strafen, eine gute Kassenlage, fast alle Posten besetzt – im Tischtennis-Bezirk Alb läuft es derzeit rund. Ziemlich rund lief es auch beim Bezirkstag im Sportheim der TSG Upfingen, den der Vorsitzende Rainer Jäger in souveräner Manier in etwa eineinhalb Stunden über die Bühne brachte.
Die Bezirksreform 2026 wirft ihre Schatten voraus. Der Bezirk Alb wird dann möglicherweise in Neckar-Alb umgetauft und ein minimal größeres Gebiet umfassen. »Uns werden zwölf neue Vereine zugeschlagen«, berichtet der für den Mannschaftssport verantwortliche Horst Weigelt. Acht Clubs kommen aus dem bisherigen Bezirk Donau, vier aus dem Oberen Neckar. Als höchste Spielklasse wird in einem Jahr die Bezirksoberliga eingeführt. Darunter werden zwei Bezirksligen (bisher eine), vier Bezirksklassen (bisher zwei), vier Gruppen der Kreisliga A (wie bisher) und wahrscheinlich fünf Staffeln der Kreisliga B (bisher vier) gebildet. Die Kreisliga C wird aufgelöst. Interessant für die Vereine: Da mit Hilfe der Auffüllregelung wohl in fast allen Spielklassen mehrere Teams aufsteigen, gibt es keine Absteiger. Es entsteht also der einmalige Fall, dass sich kein Team Abstiegssorgen machen muss. Allerdings gilt das nur für die Bezirksebene. In den Verbands-Spielklassen gibt es einen verschärften Abstieg.
In der bevorstehenden Saison gehen auf Bezirksebene 184 Mannschaften an den Start. Vergangene Runde waren es 180, ein Jahr zuvor 178. Aber: In der Spielzeit 2021/22 gingen sogar 195 Mannschaften auf Punktejagd. Wie Weigelt in seinem Bericht ausführte, gab es in der vergangenen Runde keine Proteste, allerdings einen Fall, der eine hohe Geldstrafe nach sich zog. Dabei handelte es sich um eine Manipulation des Spielberichts.
Michael Ritter wurde als Bezirks-Jugendleiter wiedergewählt. Im Bezirk ist nach dem Rücktritt von Anna Werz derzeit nur das Ressort Lehrwesen nicht besetzt. Jona Lauer wurde als kommissarischer Ressortleiter gewählt.
Jörg Pfeiffer, der für den Einzelsport verantwortlich zeichnet, berichtete über die diversen Meisterschaften und Ranglisten-Turniere. Herausragend: Beim Bundesfinale der Race-Serie triumphierte Markus Brodbeck (TB Metzingen, künftig TuS Metzingen). Bei den deutschen Senioren-Meisterschaften siegte im Doppel Natalie Weichel (TB Metzingen, künftig TSV Gomaringen) an der Seite der für den DJK Sportbund Stuttgart spielenden Mössingerin Alexandra Schankula.
Bei den Ehrungen durften die Vereinsvertreter die jeweiligen Meisterschaftsurkunden in Empfang nehmen. Ausgezeichnet wurden auch die Spieler des Jahres. Katrin Rochner vom TTC Reutlingen bei den Frauen und Robin Müller vom TSV Dettingen/Erms bei den Männern machten in der zurückliegenden Saison in puncto Ranglistenpunkte den größten Sprung nach oben. (GEA)

