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Christian Tomsic vom TSV Betzingen in der Form seines Lebens

Christoph Rabe von der Tischtennis-Abteilungsführung des TSV Betzingen zieht den Hut vor der Leistung des Spitzenspielers Christian Tomsic.

Imponiert in der Landesliga mit bärenstarken Leistungen: Christian Tomsic.
Imponiert in der Landesliga mit bärenstarken Leistungen: Christian Tomsic. Foto: Joachim Baur
Imponiert in der Landesliga mit bärenstarken Leistungen: Christian Tomsic.
Foto: Joachim Baur

REUTLINGEN. Christian Tomsic vom TSV Betzingen stürmt in der Tischtennis-Landesliga von Sieg zu Sieg. Sehen die Betzinger Anhänger derzeit den besten Tomsic aller Zeiten? Der 32-Jährige reicht diese Frage quasi weiter: »Mein Trainingspartner Christoph Schmidl hat mir gesagt, dass ich derzeit besser spiele als zu meiner Oberliga-Zeit beim TTC Ottenbronn.«

Und wie begründet Tomsic seinen Höhenflug? Er könne »befreit aufspielen« in einer Mannschaft, in der das Kollektiv stimme und sich die Zugänge Josua Ritzmann und Paul Schmitz »super eingefügt« hätten. Zudem stimme bei ihm, so Tomsic, das private Umfeld. Und zu guter Letzt profitiere er von seinen »sehr guten Trainingspartnern«. Dabei handelt es sich um Schmidl, der früher in Ottenbronn mit Tomsic in einem Team stand und mittlerweile für den TTC Odenheim in der Oberliga aufschlägt. Der zweite starke Partner in den Übungseinheiten ist Oljeg Basaric vom Oberligisten TB Untertürkheim. Abwehrstratege Basaric wohnt in Betzingen und die Macher des Turn- und Sportvereins spekulieren schon seit längerer Zeit, dass er sich eines Tages das Betzinger Trikot überstreifen wird.

»Er hat eine gewisse Professionalität in unser Team gebracht «

Im Frühjahr 2024 kehrte Tomsic zum TSV Betzingen zurück. Nach einigen Wanderjahren. Beim TV Unterhausen hat er seine ersten Tischtennis-Gehversuche unternommen. Danach spielte er für den SV Eintracht Hohbuch, den SSV Reutlingen, die TuS Metzingen, wieder für den SSV Reutlingen, den TSV Kuppingen, den VfL Herrenberg, den TSV Betzingen, den TTC Ottenbronn und nun erneut für Betzingen. Seine Wechseljahre sollen ein Ende haben. Falls nicht ein Verein mit einem »utopischen Angebot« um die Ecke käme, bleibe er dem TSV Betzingen treu, versichert er mit einem Lächeln im Gesicht.

Tomsic habe eine »gewisse Professionalität in unsere Mannschaft gebracht. Das tut dem Team gut«, lobt Christoph Rabe von der Betzinger Abteilungsführung den Spitzenspieler. Den Rechtshänder zeichne aus, »sehr konzentriert« und »sehr konstant« zu agieren. Tomsic gehe, so Rabe, »in jedes Spiel sehr konsequent rein«. Vor der Art und Weise, wie er für die Betzinger Siege einheimse, müsse er »den Hut ziehen«.

Am Wochenende zogen die Betzinger beim Aufstiegs-Kandidaten SV Böblingen II mit 4:9 den Kürzeren. Tomsic war an drei Punkten beteiligt. Er gewann seine Einzel gegen Jan Kronich und Phu Mai jeweils mit 3:0 Sätzen und zudem im Doppel an der Seite von Mathias Ndhlovu. Tomsic hat seine Saisonbilanz auf imposante 15:1 Siege ausgebaut. In der zurückliegenden Spielzeit in der Landesklasse kam er auf 29:2 Siege. Viel mehr geht nicht für den besten Tomsic aller Zeiten. Den vierten Punkt für Betzingen in Böblingen holte Ritzmann mit einem Fünfsatz-Erfolg gegen Kronich.

Aufsteiger Betzingen wird in der Tabelle mit 9:7 Punkten auf dem fünften Platz notiert. »Zehn Punkte in der Vorrunde wären ein Traum«, hat Tomsic vor wenigen Wochen formuliert. Noch einmal muss das TSV-Sextett ran - am Samstag (18 Uhr, Hans-Roth-Turnhalle) gegen den Tabellenvierten Spvgg Weil der Stadt.

Große Freude beim Verbandsligisten SSV Reutlingen. Der an vorletzter Stelle rangierende Traditionsclub hat sich für die Rückrunde hochkarätig verstärkt. Abhishek Hosamath streift sich ab Januar das SSV-Trikot über. Den ersten Kontakt zu dem Neuen, der 1.878 Ranglistenpunkte hat und somit bei den Reutlingern am vorderen Paarkreuz aufgeboten werden kann, stellte Jonas Jehle her. »Ich habe ihn im Mai bei einem Turnier in Bayern getroffen«, erzählt Jehle, der in der Vorrunde zusammen mit Thomas Sefried das Spitzen-Paarkreuz bildete. Hosamath erzielte in der Vorrunde für den ASV Regenstauf in der Verbandsliga eine 3:3- und in der Landesliga-Mannschaft eine 7:1-Sieg-Bilanz. (GEA)