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Weitere Anfragen bei Ermstaler Maximilian Fritz zwecklos

Landesligist HSG Ermstal will die Erfolgsserie ausbauen. Bezirksoberliga-Derby beim TV Großengstingen.

TVG-Trainer Tiago Azevedo (rechts) instruiert Torwart Simon Trostel. FOTOS: BAUR
TVG-Trainer Tiago Azevedo (rechts) instruiert Torwart Simon Trostel. FOTOS: BAUR
TVG-Trainer Tiago Azevedo (rechts) instruiert Torwart Simon Trostel. FOTOS: BAUR

REUTLINGEN. Drei Tage vor Heiligabend will sich die HSG Ermstal schon mal vorab selbst beschenken und den nächsten Heimsieg einfahren. Das müsste auch zu bewerkstelligen sein, denn der Gegner am Sonntag (18 Uhr) in der Dettinger Neuwiesenhalle heißt TSV Weilheim, der in seinen bisherigen neun Begegnungen der Handball-Landesliga erst zwei Punkte ergatterte und deshalb die Rote Laterne innehat. Die seit sieben Spielen ungeschlagenen Ermstäler hingegen liegen nach Minuspunkten (6) gleichauf mit dem Tabellenzweiten TSV Zizishausen.

Wo soll das für die HSG noch enden? Der spielstarke und torgefährliche Regisseur Maximilian Fritz überlegt kurz und meint, dass ein eventueller Aufstieg eine große Herausforderung bedeutete. Eine wohl zu große. Obwohl sich die Mannschaft »in dieser Saison sehr weiterentwickelt hat. Wir spielen ruhiger und cleverer.« Ein Verdienst von Cheftrainer Alexander Trost, der in dieser Runde die Kommandos gibt, und seinem Assistenten Stefan Heine.

Zeichen der Wertschätzung

»Maxi« Fritz hat seit Langem schon die Qualität, höherklassig zu spielen. So wie sein Vater Herbert, beim TSV Dettingen einst einer der Oberliga-Recken, der seit Gründung der HSG Ermstal im Jahr 2020 zusammen mit Alexander Bader die Handball-Abteilung führt. Maximilian Fritz hat das Niveau, ein Team auf dem Feld anzuführen. Und es wundert deshalb nicht, dass andere Vereine die Fühler nach ihm ausstrecken. »Ja, Anfragen gab’s. Ich habe alle abgelehnt«, sagt der 30-Jährige.

Für ihn zählen Bodenständigkeit und Verbundenheit zur Mannschaft weit mehr als sportliche Meriten. »Mir bedeuten die Jungs sehr, sehr viel«, betont Maximilian Fritz. Ein wahrlich großartiges Zeichen der Wertschätzung. Hinzukommen aber auch ganz praktische Aspekte: »Ich fahre mit dem Fahrrad zwei Minuten zur Halle. Das ist ein absoluter Luxus.« Zumal der Schreiner täglich zur Arbeitsstelle nach Tübingen pendelt. »Das sind hin und zurück 60 Kilometer. Da hätte ich dann abends keine Lust zum Training noch woanders hinfahren zu müssen.« Auch seine Freundin wohnt in der Nähe.

Trotz Ausrutscher vorne dabei

Den Aufstieg in die Landesliga hat der TV Großengstingen erst in der Relegation knapp verpasst und auch in diesem Spieljahr mischt der Klub unter Trainer Tiago Azevedo in der Bezirksoberliga trotz Ausrutscher beim Schlusslicht HSG Leinfelden-Echterdingen vorne kräftig mit. Nur zwei Minuspunkte trennen die Lila-Weißen vom Spitzenreiter TSV Grabenstetten. Dieser Abstand soll auch nach dem Derby am Samstag (20 Uhr) gegen die SG Ober-/Unterhausen II, bei der Azevedo einst jahrelang in der »Ersten« spielte, noch Bestand haben.

Beim Mini-Programm am vierten Advents-Wochenende greifen auch die Regionalliga-Frauen der HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II noch zum Ball. Nach dem Erfolg im Spitzenspiel in Fridingen, der mit der Zurückeroberung der Tabellenführung belohnt wurde, tritt das Team am Samstag (20 Uhr) beim Fünften TuS Steißlingen an. »Wir wollen das Jahr 2025 mit einem weiteren Sieg beenden«, verdeutlicht HSG-Trainerin Vroni Goldammer. Gleiches gilt für die Frauen des VfL Pfullingen II. Viermal in Folge hat der Landesliga-Aufsteiger zuletzt gewonnen. Gegen den in dieser Runde erst einmal siegreichen HC Wernau soll am Samstag (16 Uhr) der fünfte Streich folgen. (gri)