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VfL Pfullingen gewinnt glanzvoll gegen HSG Konstanz

Pfullingen spielt gegen Konstanz 37:31. Niklas Roth wirft 12 Tore.

Die Handball-Mannschaft am Jubeln nach dem Sieg im Spitzenspiel.
Die Handball-Mannschaft am Jubeln nach dem Sieg im Spitzenspiel. Foto: JoBaur
Die Handball-Mannschaft am Jubeln nach dem Sieg im Spitzenspiel.
Foto: JoBaur

PFULLINGEN. Die Drittliga-Handballer des VfL Pfullingen haben beim 37:31 (18:16)-Erfolg gegen Tabellenführer HSG Konstanz vor 700 Zuschauern in der Kurt-App-Halle eine Glanz-Vorstellung abgeliefert. Für die Mannen vom Bodensee war es im zwanzigsten Spiel die erste Saisonniederlage. Einer der Väter des Erfolges war der ehemalige Konstanzer Simon Tölke. Der Keeper wehrte stolze 13 Angriffe der Gäste ab.

»Wir haben es heute sensationell gemacht. Das waren 60 Minuten purer Wille«, bilanzierte der Torhüter nach der Partie. Weitere Erfolgsgaranten waren einmal mehr Niklas Roth und Alexander Schmid, die zusammen stolze 21 Tore warfen. Ein Sonderlob des Trainers gab es aber für zwei andere Akteure: »Ich finde Jason Ilitsch und Jannik Hausmann haben heute einen Riesenjob gemacht«, so Daniel Brack. Im nächsten Satz stimmte er dann aber in die Lobeshymne für Tölke ein: »Simon war sensationell«.

Kein einziges Mal im Rückstand

Im gesamten Spiel lagen die Hausherren nicht ein einziges Mal im Rückstand.  Über 3:1, 6:4, 12:7 und 15:12 ging es schließlich mit 18:16 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild, vor allem in der Rückwärtsbewegung zeigten die Gastgeber eine starke Leistung: »Wir wissen, dass wir im Angriff mit jedem Team in der Liga mithalten können. Heute haben wir es aber auch in der Defensive richtig stark gemacht«, lobte Tölke. In der zweiten Hälfte blieb das Spiel zunächst offen, ehe Pfullingen sich in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Als Christopher Rix zehn Minuten vor dem Ende das 29:23 warf, war die Entscheidung gefallen. Am Ende war es ein souveränes 37:31 und damit auch eine geglückte Revanche für das 32:39 aus dem Hinspiel.

Dabei waren die Vorzeichen alles andere als ideal. »Einige meiner Spieler konnten in dieser Woche nur einmal oder gar nicht trainieren«, erklärte Brack. Christopher Rix konnte sich erst einen Tag vor der Partie freitesten. So rutschte überraschend Marc Breckel ins Aufgebot und feierte in den Schlussminuten ein Kurz-Comeback. »Ich bin Marc unheimlich dankbar, dass er eingesprungen ist. Das ist nicht selbstverständlich. Am Ende brauchte Christopher dann eine Pause«, stellte Brack klar.

Zwei Siege nötig

Jetzt haben die Pfullinger die Teilnahme an der Aufstiegsrunde vor Augen. Zwei Siege in den letzten beiden Spielen in Blaustein und gegen Willstätt und das Ticket ist gebucht. »Wir schauen ohnehin nur auf uns. Corona macht Prognosen sowieso unmöglich«, so Brack. Ähnlich sieht es auch sein Kapitän Lukas List: »Genauso wie heute müssen wir auch die letzten beiden Spiele angehen, dann sind wir qualifiziert.«

Jetzt dürfen die Spieler erst mal den Sieg gegen die »scheinbar Unschlagbaren«  (Zitat Tölke) feiern. So witzelte dann auch Trainer Brack mit seinem Keeper: »Simon ab in die Kabine zum Feiern«. Das haben sich die Echazstädter und ganz speziell ihre Nummer eins allemal verdient. (GEA)