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So schlugen sich die Handball-Teams in der Region

Württembergligist TV Neuhausen vergeigt Saisonauftakt. Verbandsliga-Aufsteiger VfL Pfullingen II jubelt

Sascha Hejny brachte es auf drei Treffer. Insgesamt aber versiebte der TV Neuhausen zu viele Chancen.  FOTO: PIETH
Sascha Hejny brachte es auf drei Treffer. Insgesamt aber versiebte der TV Neuhausen zu viele Chancen. FOTO: PIETH
Sascha Hejny brachte es auf drei Treffer. Insgesamt aber versiebte der TV Neuhausen zu viele Chancen. FOTO: PIETH

NEUHAUSEN. Lange Gesichter beim TV Neuhausen. Die Mannschaft des neuen Trainers Mike Leibssle vergeigte ihren Saisonauftakt in der Handball-Württembergliga nach Strich und Faden und kassierte eine bittere 23:30 (11:16)-Pleite gegen die SG Lauterstein. In der Abwehr fehlte der Zugriff, vorne die Kaltschnäuzigkeit. Leibssle war bedient. »So haben wir uns das erste Saisonspiel nicht vorgestellt«, klagte der Chefcoach nach dem missratenen Rundenstart. Dabei sollte nach der Talfahrt in der vergangenen Saison alles besser werden.

Als Rückkehrer Christoph Klusch nach einem starken Zuspiel von Torwart Marius Spitz zum 7:9 (18.) traf und anschließend Patrick Bauer weiter verkürzte, schien der TVN ins Rollen zu kommen. Doch trotz aller Bemühungen wollte de Ausgleich nicht gelingen. Das lag auch an zahlreichen Fehlern und unsauberen Abschlüssen. Allein in der ersten Halbzeit versiebten die Neuhäuser neun freie Möglichkeiten und streuten obendrein auch noch neun technische Fehler ein.

»Wir müssen das jetzt aufarbeiten und aus den Köpfen bekommen«

»Das ist zu viel«, analysierte Leibssle schonungslos. Hinzu kam, dass die Abwehr wackelte. Vor allem aus dem Rückraum kassierten die Ermstäler vor etwa 150 Zuschauern leichte Gegentreffer, weshalb Leibssle auf eine 5:1-Formation umstellte, später gar auf 4:2. Doch das half alles nichts.

Nach dem Seitenwechsel nutzten die Lautersteiner die TVN-Schwächen kühl aus und erhöhten auf 19:12 (34.). Eine schwere Hypothek, die kaum mehr abzuarbeiten war. Ein Beispiel für den Neuhäuser Chancenwucher: Beim Stand von 14:21 (38.) in Überzahl, vergab der TVN zwei Großchancen und kassierte einen Doppelschlag vom nicht zu haltenden Mario Kölle. Kurz vor dem Ende zeigte Spitz noch eine sensationelle Doppelparade, die aber beim Spielstand von 21:27 nur noch für die Galerie taugte. Es kann nur besser werden. »Wir müssen das jetzt aufarbeiten und aus den Köpfen bekommen«, resümierte Leibssle.

Weit besser machte es der VfL Pfullingen II in neuer Umgebung. Der Verbandsliga-Aufsteiger behauptete sich gegen die Sport-Union Neckarsulm hochverdient mit 34:29 (19:15) und hatte in Lasse Schiemann einen 13-fachen Torschützen, darunter fünf verwandelte Siebenmeter. Acht Feldtore warf auch der drittligagestählte Florian Möck. Vor rund zweihundert Zuschauern gelang Möck in der 23. Minute das 15:10 und die erstmalige Fünf-Tore-Führung. Hannes Werner baute den Vorsprung auf 24:18 (36.) aus. Doch die Gäste ließen nicht locker. Bedingt durch mehrere Pfullinger Zeitstrafen, kämpften sie sich auf 31:29 (57.) heran. Doch Möck und Schiemann mit einem Doppelschlag ließen nichts mehr anbrennen.

Nach einem Kampf auf Biegen und Brechen setzte sich der Landesligist (Staffel 3) TV Neuhausen II gegen die HSG Hossingen-Meßstetten mit 31:29 (16:16) durch. In einer abwechslungsreichen Partie führten die Hausherren zunächst mit 14:11 (22.), gerieten aber ins Schleudern und beim 21:22 (42.) erstmals wieder in Rückstand. Doch nach dem 23:23 (46.) riss der TVN das Kommando erneut an sich und schaffte konzentriert eine Vier-Tore-Führung zum 28:24 (52.). Damit war der Erfolg, bei dem Pascal Randecker neun Feldtreffer beisteuerte, zum Saisonauftakt geebnet.

Gut 250 Mössinger Handball-Fans feierten beim 31:25 (18:10) des Spvgg-Teams gegen den TV Weilstetten II einen gelungenen Start. Die Hausherren gerieten nie in Gefahr, überrumpelten den Gast, führten schnell mit 4:0 und bauten die Führung im weiteren Verlauf zielstrebig auf 18:10 zur Pause und schließlich auf 22:12 in der 38. Minute aus. Bei diesem satten Vorsprung konnte nun wirklich nichts mehr schiefgehen. (GEA)