PFULLINGEN. Fabian Gerstlauer hat ein feines Gespür. Der Trainer des Handball-Drittligisten VfL Pfullingen wusste bereits bei seinem Amtsantritt im Sommer vergangenen Jahres, dass die Erwartungshaltung in der Echazstadt »immer groß« ist. Nach der spektakulären Hinrunde, in der die Mannen um Kapitän Lukas List zeitweise auf Platz zwei notiert wurden, sei die Erwartungshaltung noch einmal einen Tick gestiegen.
VfL in einem kleinen Tief
Seit einigen Wochen stecken die Pfullinger in einem kleinen Tief. »Wir haben eine Durststrecke«, gibt Gerstlauer zu. Man könne es auch wie folgt formulieren: »Wir sind in der Realität angekommen.« Zuletzt fehlten von der Stammformation mit Torjäger Niklas Roth und Spielmacher Lasse Schiemann zwei Top-Leistungsträger. »Damit brechen zwei Akteure vom obersten Regal der 3. Liga weg«, betont der 41 Jahre alte A-Lizenz-Inhaber. »Wir sind voll im Soll«, zieht Gerstlauer ein erstes Saisonfazit. Mit 24:20 Punkten liegen seine Schützlinge an sechster Stelle. Zahlreiche Akteure absolvieren derzeit ihre erste Saison in der dritthöchsten Spielklasse, »das ist eine andere Herausforderung als 4. Liga«, gibt Gerstlauer zu bedenken.
Christopher Rix fällt aus
Am Samstag (20 Uhr) erwarten die Pfullinger in der App-Halle den Neunten TSB Heilbronn-Horkheim (22:22 Zähler). Niklas Roth, der am vergangenen Sonntag bei der 22:28-Niederlage in Würzburg aus beruflichen Gründen fehlte, steht dem VfL wieder zur Verfügung. Allerdings meldete sich Linksaußen und Siebenmeter-Spezialist Christopher Rix aus privaten Gründen für Samstag ab. Für ihn rückt der A-Jugendliche Kimi Hirsch erstmals in den Drittliga-Kader. Weiterhin auf der Ausfall-Liste stehen Schiemann, Jason Ilitsch und Conrad Schmitt. Überragender Akteur bei Horkheim ist Louis Mönch, der mit 173 Erfolgen die Drittliga-Torschützenliste anführt. »Mönch ist ein kompletter Angreifer«, urteilt Gerstlauer über den 25-Jährigen, der nächste Saison in der Schweiz für den HSC Kreuzlingen aufläuft. (GEA)

