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Young Boys Reutlingen brechen in Hälfte zwei ein

Der Reutlinger Verbandsliga-Aufsteiger verspielt eine Führung und verliert erneut

Nicht zufrieden: Young-Boys-Trainer Volker Grimminger (Mitte) gibt seiner Mannschaft in der Trinkpause klare Anweisungen.  FOTO:
Nicht zufrieden: Young-Boys-Trainer Volker Grimminger (Mitte) gibt seiner Mannschaft in der Trinkpause klare Anweisungen. FOTO: BAUR
Nicht zufrieden: Young-Boys-Trainer Volker Grimminger (Mitte) gibt seiner Mannschaft in der Trinkpause klare Anweisungen. FOTO: BAUR

REUTLINGEN. Die Young Boys Reutlingen haben in der Verbandsliga zum zweiten Mal in Folge verloren. Die Mannschaft von Trainer Volker Grimminger unterlag dem TSV Oberensingen mit 1:3 (1:1). Dabei hatte der Nachmittag für die Reutlinger so vielversprechend begonnen.

Der Aufsteiger hatte sich einiges vorgenommen und startete mit ordentlich Offensivdrang in die Partie. In der zweiten Spielminute servierte Luca Lennerth eine Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Albert Silov völlig freistehend zum 1:0 einköpfte. Fünf Minuten später setzte sich Thomas Diescher auf der rechten Seite durch und brachte den Ball flach und scharf für Stürmer Ante Galic in die Mitte, der knapp verpasste. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Torchancen aber Mangelware waren. »Wir sind oftmals in gute Situationen reingekommen, aber der letzte Ball ist nicht durchgekommen«, meinte Co-Trainer Felix Häußler.

»Natürlich machen wir uns Gedanken, woran das liegen könnte«

Der Oberensinger Ausgleich, kurz vor der Pause, kam aus dem Nichts. Nach einem Freistoß der Gäste aus dem Halbfeld, konnte Reutlingens Schlussmann Tim Zemmer den Ball nur abblocken, Simon Brandstetter (42. Spielminute) staubte zum 1:1 ab. Brandstetter stürmte bereits in der 3. Liga für den MSV Duisburg und Rot-Weiß Erfurt. In 115 Drittliga-Partien erzielte Brandstetter 30 Tore. »Der Ausgleich kam natürlich zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt«, sagte Häußler.

Im zweiten Durchgang erwischten die Gäste den besseren Start. In der 50. Spielminute riss Young-Boys-Kapitän Fatmir Karasalihovic Torjäger Brandstetter im eigenen Strafraum nach einer Flanke zu Boden. Schiedsrichter Benjamin Schmidt zögerte nicht und zeigte auf den Elfmeterpunkt, die Proteste aus dem Reutlinger Lager hielten sich in Grenzen.

Der Gefoulte trat selbst an und ließ Zemmer mit einem satten Schuss ins rechte obere Toreck keine Chance. Der Rückstand brachte die Gastgeber völlig aus dem Konzept. Zwei Minuten nach dem Gegentreffer rettete Torwart Zemmer seine Mannschaft, nach einem Abschluss von Lennart Zeiglauer, vor dem frühzeitigen K.o.-Schlag. In Minute 65 erreichte ein langer Ball aus der Oberensinger Spielhälfte erneut Zeiglauer, der diesmal eiskalt vor Zemmer blieb und zum 1:3 einschoss. In der Schlussphase waren die Young Boys zwar bemüht, nochmals ins Spiel zurückzukommen, blieben bis auf eine Kopfballchance von Galic aber harmlos. »Wir haben nach dem 1:3 unsere PS nicht mehr auf den Boden gekriegt. Natürlich machen wir uns Gedanken, woran das liegen könnte, eine schlüssige Erklärung haben wir aber noch nicht«, erklärte Häußler abschließend. (GEA)