TÜBINGEN. Die TSG Tübingen dürfte mit einer breiten Brust in die Echazstadt reisen. Schließlich gewann das Team von Trainer Michael Frick in der vergangenen Saison beide Duelle gegen den VfL Pfullingen. Und auch am vergangenen Samstag präsentierten sich die Unistädter beim 4:0-Erfolg gegen den GSV Machingen in einer guten Verfassung. Trotz der Tabellensituation sieht TSG-Coach Michael Frick seine Mannschaft nicht in der Underdog-Rolle, wie er gegenüber GEA-Sportredakteur Maximilian Ott betont.
GEA:Michael, nach einem holprigen Saisonstart gab es zuletzt einen Aufwärtstrend. Was sind die Gründe dafür?
Michael Frick: Haben wir wirklich einen Aufwärtstrend (schmunzelt)? Es sind erst sechs Spiele absolviert, da habe ich für mich persönlich noch keine Teil-Splits vorgenommen. Ich würde aber zustimmen, dass wir holprig in die Saison gestartet sind. Grundsätzlich ist es bei uns immer so, dass wir im August eine hohe Fluktuation an Urlaubern haben und selten mit der gleichen Mannschaft auflaufen können. Das trägt sicherlich nicht zur Stabilisierung bei. Wenn wir tatsächlich einen Aufwärtstrend haben, dann hoffe ich, dass wir diesen am Freitag im Derby fortsetzen können.
Mit welchen Gedanken blicken Sie zum Nachbarn aus Pfullingen?
Frick: Ich beschäftige mich nicht ständig mit dem VfL. Aber wir hatten bereits sehr viele heiße Duelle gegeneinander. Auch der Werdegang ähnelt sich. Wir sind zusammen in die Landes- und ein Jahr versetzt dann in die Verbandsliga aufgestiegen. Deshalb hatten wir schon häufig das Vergnügen, gegeneinander spielen zu dürfen. Obwohl es immer heiß herging, ist der gegenseitige Respekt groß. Weil beide Vereine – im Vergleich mit anderen Mannschaften – eine ähnliche Philosophie mit jungen Spielern verfolgen und finanziell im unteren Drittel der Liga angesiedelt sind. Deshalb ist auch eine gewisse Sympathie für den anderen vorhanden.
Geht Ihr als Underdog in die Partie?
Frick: Nein. Grundsätzlich ist es in der ausgeglichenen Verbandsliga schwierig, einem Team die Favoritenrolle zuzuschieben. Nur weil die Pfullinger besser als wir in die Saison gestartet sind, fahren wir jetzt nicht dorthin und sagen: Wir sind der krasse Underdog und es muss Weihnachten und Ostern auf einen Tag fallen, damit wir etwas holen können. Die Derbys waren immer eng und auf Augenhöhe. Wir wollen gewinnen. Das hat sich letzte Saison schon gut angefühlt. (GEA)

