REUTLINGEN. Den Young Boys Reutlingen geht im Saisonendspurt der Fußball-Verbandsliga langsam die Luft aus. Die Mannschaft von Trainer Volker Grimminger unterlag am 28. Spieltag dem FC Esslingen mit 2:4 (0:2).
,,Esslingen hat heute verdient gewonnen, sie waren in allen Belangen besser", gab sich Grimminger nach Abpfiff als fairer Verlierer. Der ehemalige Fußballprofi suchte nach Erklärungen für den Leistungsabfall seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen. ,,Ich vergleiche das immer mit mir damals. Ich wollte als Spieler immer besser sein als der Gegner, egal um was es ging." Und weiter: ,,Das sind zwar Amateure, aber ich erwarte dennoch, dass sie auf dem Platz alles raushauen."
Rapp bewahrt Team vor Rückstand
Dass die Young Boys im vorletzten Heimspiel der Saison nur noch um die goldene Ananas spielten, während es für die Gäste um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ging, machte sich von Beginn an auf dem Platz bemerkbar. Nachdem Reutlingens Schlussmann Erik Rapp seine Mannschaft in der Anfangsphase noch zweimal (3., 16.) vor einem frühen Rückstand bewahrte, war er nach 26 Minuten chancenlos, als Esslingens Jonas Eichinger den Ball aus 22 Metern sehenswert ins linke obere Toreck schlenzte – 0:1. Mit dem Pausenpfiff erhöhte Kimi Kerber nach einer schönen Offensivkombination der Gäste auf 0:2.
Wunsch nach Zugängen
Grimminger wechselte in der Halbzeitpause gleich dreimal, seine Mannschaft zeigte sich daraufhin engagierter. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff verkürzte Marko Drljo für die Hausherren per Kopf auf 1:2. Wer von den 200 Zuschauern im Medika-Logistik-Park vermutete, dass die Young Boys den abstiegsbedrohten Esslingern das Spiel jetzt nochmal entreißen würden, der täuschte sich. Eichinger stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages (57.), wieder wunderschön und wieder unhaltbar für Rapp, den alten Abstand her. Auch dem zwischenzeitlichen 2:3, durch Reutlingens Christos Chatzimalousis (79.), trotzten die Gäste und markierten durch Hrovje Markic in der Nachspielzeit den 2:4-Endstand.
,,Wir sind keine Spitzenmannschaft. Die Qualität der einzelnen Spieler reicht aktuell nicht aus, um vorne mitzuspielen in der Liga", wurde Grimminger deutlich. Für die kommende Saison wünscht sich der 45-Jährige daher personelle Verstärkungen. (GEA)

